10.09.2019

Wackers Neuer Philipp Maier: Verlängert, verstoßen – und doch gewonnen



Um den Grund zum Feiern kümmerte sich Wackers Neuzugang Philipp Maier in seinem ersten Spiel gleich selbst: Er erzielte in der Nachspielzeit das 1:0 im Derby beim TSV Buchbach. Seine Teamkollegen Christoph Schulz (l.) und Sammy Ammari feierten den Erfolg mit ihm. −Foto: Zucker

Um den Grund zum Feiern kümmerte sich Wackers Neuzugang Philipp Maier in seinem ersten Spiel gleich selbst: Er erzielte in der Nachspielzeit das 1:0 im Derby beim TSV Buchbach. Seine Teamkollegen Christoph Schulz (l.) und Sammy Ammari feierten den Erfolg mit ihm. −Foto: Zucker

Um den Grund zum Feiern kümmerte sich Wackers Neuzugang Philipp Maier in seinem ersten Spiel gleich selbst: Er erzielte in der Nachspielzeit das 1:0 im Derby beim TSV Buchbach. Seine Teamkollegen Christoph Schulz (l.) und Sammy Ammari feierten den Erfolg mit ihm. −Foto: Zucker


Der Fußball schreibt immer wieder die interessantesten Geschichten. Die von Philipp Maiers Wechsel zu Regionalligist Wacker Burghausen ist so eine. Zwei Tage nach seiner Vertragsverlängerung beim Ligakonkurrenten 1860 Rosenheim wird ihm gesagt, dass man nicht mehr mit ihm plant. Sechs, sieben Wochen hängt er in der Luft, ehe der Anruf aus Burghausen kommt. Der 25-Jährige aus Kienberg unterschreibt das zweite Mal in seiner Fußballer-Karriere an der Salzach, steht nach nur zwei Trainingseinheiten in der Startelf gegen Buchbach und köpft in der 90. Minute den umjubelten Siegtreffer. "Ich hätte keinen besseren Einstand haben können", sagt der Defensiv-Hüne strahlend.

Dabei war es ihm vor ein paar Wochen noch gar nicht zum Lachen zumute. Zwölf Jahre hatte Maier bis dato in Rosenheim gespielt, war immer "mit Leib und Seele dabei". 45 Minuten ist er in der Jugend extra immer zum Training gefahren. "Das hat schon weh getan, wie das jetzt gelaufen ist", sagt er. Nachtreten will er nicht, nichts läge ihm ferner. Normal sei der Abschied aber auch keineswegs gelaufen.

Maier hielt sich zunächst beim Bayernligisten TSV Wasserburg fit. Wäre nicht der Anruf aus Burghausen gekommen, wäre der Aufsteiger auch eine Option gewesen. "Aber dann hat sich Wolfgang Schellenberg bei mir gemeldet und gemeint, ob ich nicht ein Testspiel mitmachen möchte, sofern ich noch keinen Verein gefunden habe." Ende Juli beim Test gegen Al Dhafra FC aus Abu Dhabi (1:3) stand Maier für den SVW auf dem Platz. Alles habe gut gepasst, dennoch habe es sich etwas gezogen. Auf Rosenheimer Seite habe man mit Abteilungsleiter Franz Höhensteiger gesprochen, der die Freigabe erteilte, sagt Maier. Sein Arbeitspapier in Burghausen läuft bis zum Ende der Saison mit Option auf eine weitere.

Letztendlich sei es Glück im Unglück gewesen, denn aus "sportlicher Sicht habe ich auf jeden Fall einen Schritt nach vorne gemacht". Mit dem Studium wird es für ihn aber nicht einfacher. Doch nach sechs, sieben Wochen ohne Wettkampf könnte die Motivation momentan nicht höher sein. Das werde auch Illertissen am Wochenende merken: "Wir haben die Qualität, dass wir dort bestehen können." − alaMehr dazu lesen Sie am 11. September im Alt-Neuöttinger Anzeiger/Trostberger Tagblatt.




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