01.08.2019

Keine Geschenke im Ostbayernderby: Schalding-Trainer Stefan Köck werkelt am Abwehrverhalten



Muss die Defensiv-Leistung seiner Mannschaft verbessern: Schalding-Trainer Stefan Köck. −Foto: Lakota

Muss die Defensiv-Leistung seiner Mannschaft verbessern: Schalding-Trainer Stefan Köck. −Foto: Lakota

Muss die Defensiv-Leistung seiner Mannschaft verbessern: Schalding-Trainer Stefan Köck. −Foto: Lakota


Etwas Besonderes sei das Duell mit Wacker Burghausen immer noch, sagt Schaldings Trainer Stefan Köck, auch wenn sich die beiden Vereine seit Jahren immer wieder gegenüberstehen. "Es ist ja doch unser Nachbarverein", sagt Köck, "mit einer riesigen Vergangenheit." Und klar, das Ostbayernderby elektrisiert nach wie vor. Seit Schalding in der Regionalliga antritt, kamen zu den Duellen gegen Wacker nie weniger als 1000 Zuschauer, meistens noch deutlich mehr. Eine Kulisse, die bei Schaldings Heimspielen schon fast Normalität hat.

Obwohl auf der eigenen Anlage sportlich nicht immer alles nach Plan läuft, pilgern alle zwei Wochen zahlreiche Fans an den Reuthinger Weg – in der vergangenen Saison hatte der SVS den sechstbesten Zuschauerschnitt der Regionalliga. "Deshalb hat für uns jedes Heimspiel einen besonderen Status", sagt Köck und hebt damit hervor, welche Bedeutung die Unterstützung der Fans für ihn und seine Mannschaft hat – gerade in schwierigen Zeiten.

Nun durchlebt der Verein mal wieder eine etwas schwierigere Zeit, denn dass beim SV Schalding derzeit alles nach Plan läuft, kann selbst der kühnste Optimist nicht behaupten. Vier Spiele sind absolviert, drei davon hat der SVS verloren und sich dabei zu allem Überfluss auch noch satte 13 Gegentore eingehandelt. Dabei ist immer wieder ein Muster zu erkennen: Schalding spielt gut mit, erarbeitet sich Chancen – und lädt dann den Gegner zum Toreschießen ein. So auch am vergangenen Samstag in Fürth: Die Niederbayern waren in Halbzeit eins die bessere Mannschaft, der Schwung vom 4:0-Sieg gegen Aubstadt war deutlich spürbar. Dennoch ging der SVS letztlich mit 1:4 unter, immer wieder entblößten die Spieler der Zweitligareserve die SVS-Abwehr mit langen Bällen.

Philipp Knochner könnte gegen seinen Ex-Verein wieder in die Startelf rücken.

Philipp Knochner könnte gegen seinen Ex-Verein wieder in die Startelf rücken.

Philipp Knochner könnte gegen seinen Ex-Verein wieder in die Startelf rücken.


Ein Abwehrproblem alleine sei das nicht, meint Köck. "Das betrifft die ganze Mannschaft." Vorne werden die Gegner häufig zu früh und zu wenig entschlossen angelaufen, hinten fehlt dann die Zuordnung. "Wir wissen, wo wir ansetzen müssen." Beim 4:0 gegen Aubstadt hat die Mannschaft gezeigt, dass sie weiß, was der Trainer von ihr erwartet.

An diese Leistung gelte es nun auch gegen Wacker wieder anzuknüpfen. Obwohl Burghausen ebenfalls sehr behäbig in die Saison gestartet ist, hält der 34-Jährige Spielertrainer große Stücke auf den Ostbayern-Konkurrenten. "Sie haben große Qualität, ich bin mir sicher, dass sie am Ende der Saison vorn dabei sind." Überraschen kann Wacker den SVS nicht. "Wir kennen den Gegner sehr gut", sagt Köck, dasselbe gelte aber auch umgekehrt.

Personell kann Köck aus dem Vollen Schöpfen, auch der lange angeschlagene Ex-Wackeraner Philipp Knochner (26) ist mit von der Partie. Auf ihn und seine Teamkollegen werde es ankommen, ebenso wie auf die Fans, die sicher wieder in Scharen an den Reuthinger Weg strömen werden. "Da werden sicher wieder ein paar Zuschauer kommen", sagt Köck schmunzelnd. Denen will der SVS eine anständige Leistung präsentieren – ohne Geschenke für den Gegner. − jkDer Reuthinger Weg wird am Freitag ab 17 Uhr zur Einbahnstraße (bergwärts), ab 17.45 Uhr sowie nach dem Spiel fährt ein Pendelbus.




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