20.07.2019

Historisches Debakel! 0:7 – Eichstätt und Eberle machen Schalding richtig nass



Frust pur herrschte bei den Schaldinger Spielern um Michael Pillmeier. −Foto: Lakota

Frust pur herrschte bei den Schaldinger Spielern um Michael Pillmeier. −Foto: Lakota

Frust pur herrschte bei den Schaldinger Spielern um Michael Pillmeier. −Foto: Lakota


Gegen Türkgücü München konnte der SV Schalding die von vielen erwartete Abfuhr eindrucksvoll verhindern − beim zweiten Saisonspiel setzte es nun überraschend eine ganz, ganz böse Klatsche für die Niederbayern. Beim Auftritt am Samstag in Eichstätt ging der SVS mit 0:7 baden, Stürmer Fabian Eberle (30) erzielte allein vier Treffer und machte die Hintermannschaft der Gäste richtig nass. Nach 65 Minuten musste der überragende Mann dann angeschlagen runter – vielleicht wäre die Niederlage sonst noch höher ausgefallen. Aber auch so machte Eichstätt gegen gegen desolate Gäste noch zwei weitere Tore durch Philipp Federl und sorgte für ein historisches Schaldinger Debakel. Neben dem 0:7 in Schweinfurt war es die höchste Pleite in der Regionalliga-Geschichte des SVS.

"Das Ergebnis spricht die deutlichste Sprache, damit ist alles über unseren Auftritt gesagt", meinte hinterher ein sichtlich mitgenommener Sportchef Markus Clemens, der sich weitere Kommentare unmittelbar nach Abpfiff sparen wollte. "Da sage ich heute lieber nichts. Alles weitere werden wir intern klären."

Das Spiel hatte für die Schaldinger eigentlich gar nicht so schlecht begonnen, in der ersten Halbzeit war die Truppe von Spielertrainer Stefan Köck vor 700 Zuschauern sogar das aktivere Team. Allerdings wurde der SVS vorne zu selten gefährlich, es fehlte die letzte Idee, um die kompakte Eichstätter Defensive auszuhebeln. Weil hinten Keeper Markus Schöller nicht seinen besten Tag erwischte und der Gastgeber seine Möglichkeiten eiskalt nutzte, lag Schalding zur Pause aber 0:2 hinten. Beide Tore markierte Eberle.

Alle Hoffnungen auf die Wende in Durchgang zwei wurden gerade einmal drei Minuten nach dem Wiederanpfiff zunichte gemacht. Nach einer Flanke stand Christian Heinloth im Strafraum blank und netzte zum 3:0 ein. Als Eberle wenig später das 4:0 und dann auch noch das 5:0 folgen ließ, war das Schaldinger Debakel perfekt. Vor allem in der Defensive zeigte der SVS bedenkliche Schwächen – ein Auftritt, der Sorgen macht.

Dabei hatte Köck vor dem Spiel personell noch umgestellt, Martin Tiefenbrunner und Nico Dantscher rückten für den Spielertrainer selbst bzw. Christian Piermayr ins Team. Vorne stürmte neben Michael Pillmeier auch Fabian Schnabel – für das erste Tor dieses Regionalliga-Saison reichte es dennoch nicht. Dafür hat der SVS nach zwei Partien schon wieder neun Gegentore auf dem Konto − und vor dem Heimspiel am Dienstag gegen Aubstadt gleich richtig Druck. Denn sollte gegen den Aufsteiger nicht gewonnen werden, wäre der totale Fehlstart perfekt. − la

Tore: 1:0, 2:0 Fabian Eberle (12./30.); 3:0 Christian Heinloth (48.); 4:0, 5:0 Eberle (54./60); 6:0, 7:0 Philipp Federl (78./84.). SR Florian Badstübner (Windsbach); 700 Zuschauer.




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