19.07.2019

Verliererduell als Heimpremiere: SVK empfängt Schwaben Augsburg


von Christian Settele


Kevin Kostner (in Blau) ist einer der hoffnungsvollen SVK-Neuzugänge. Obwohl er wegen einer Zerrung mit Verspätung in die Vorbereitung eingestiegen war, gehörte er zuletzt beim 1:2 in Pullach zur Startformation. Darf er auch in der Heimpremiere gegen Schwaben Augsburg wieder von Beginn an ran? −Foto: Butzhammer

Kevin Kostner (in Blau) ist einer der hoffnungsvollen SVK-Neuzugänge. Obwohl er wegen einer Zerrung mit Verspätung in die Vorbereitung eingestiegen war, gehörte er zuletzt beim 1:2 in Pullach zur Startformation. Darf er auch in der Heimpremiere gegen Schwaben Augsburg wieder von Beginn an ran? −Foto: Butzhammer

Kevin Kostner (in Blau) ist einer der hoffnungsvollen SVK-Neuzugänge. Obwohl er wegen einer Zerrung mit Verspätung in die Vorbereitung eingestiegen war, gehörte er zuletzt beim 1:2 in Pullach zur Startformation. Darf er auch in der Heimpremiere gegen Schwaben Augsburg wieder von Beginn an ran? −Foto: Butzhammer


Schon vor dem ersten Punktspiel der Saison 2019/20 hatte Thaddäus Jell aus dem Abteilungsleiterteam des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring gemutmaßt, "dass der Start vielleicht etwas holprig ausfallen könnte". Seine Meinung wurde beim 1:2 am vergangenen Samstag in Pullach – grundsätzlich ja kein katastrophales Ergebnis gegen einen starken Gegner – bestätigt. "Das war keine gute Leistung unserer Jungs", sagt Jell, "das Spiel hat gezeigt, dass wir in gewissen Themen einfach noch nicht so weit sind, wie wir uns das vorstellen." Insofern erwarte er vor der Heimpremiere am Samstag, 20. Juli, um 16 Uhr gegen den TSV Schwaben Augsburg auch keine Wunderdinge – "auch wenn die Funken fliegen werden", wie es Jell formuliert.

Ihm sei die Michael-Kostner-Truppe vorgekommen, "als ob sie zu wenig Selbstvertrauen hätte", ergänzt Jell. Dies gelte es abzustellen und wieder ganz anders aufzutreten, auch wenn ihm bewusst ist: "Unser neues Gerüst muss sich erst finden, das dauert eben eine gewisse Zeit. Die Mannschaft hat einen tollen Charakter, ist aber noch nicht eingespielt."

Man hätte auch im vergangenen Jahr "am Anfang eine Phase gehabt, die nicht so toll war, erst Ende August sind wir dann super ins Rollen gekommen". Jell hat Recht: Nach dem spektakulären 7:1-Auftaktsieg beim TuS Holzkirchen folgten in der Saison 2018/19 sieben Spiele ohne Dreier, ehe die Kostner-Crew mit einem 1:0-Heimsieg über den späteren Meister Türkgücü München die Wende herbeiführen konnte. Das heißt natürlich nicht, dass in der aktuellen Spielzeit nicht viel früher so richtig gepunktet werden soll, allerdings wolle man – selbst wenn es nicht nach Wunsch laufen sollte – die Ruhe bewahren und alles "sachlich, aber doch bestimmt" analysieren.

Positiv sei in jedem Fall, dass der Ex-Traunsteiner Maxi Probst immer besser in Schwung komme, "und den nächsten Schritt gemacht hat", so Jell. Neben Probst standen in Pullach mit Christoph Dinkelbach, Maximilian Reiter und Trainersohn Kevin Kostner drei weitere Neuzugänge in der Startelf, zudem saßen mit Andi Mitter (Tor), Luca Obirei und Hannes Kraus drei weitere Neue auf der Bank (ohne eingewechselt zu werden).

Der SVK-Mannschaft wurde also im Vergleich zur vergangenen Saison schon ein ganz anderes Gesicht verpasst, wobei Jell auf nicht unerhebliche Abgänge wie Albert Eder (Laufbahn beendet, jetzt Co-Trainer) oder Daniel Muteba (SSV Eggenfelden) verweist – solche Spieler seien eben nicht ohne weiteres zu kompensieren. Zudem fehlt nach wie vor die Spielgenehmigung von Neuzugang Philipp Hartl aus Österreich – "auch der wäre natürlich eine Option", meint Jell.

Auch die Gäste stehen nach der Auftaktrunde mit dem Rücken zur Wand, denn die Fuggerstädter mussten sich vor eigenem Anhang (knapp 500 Fans) dem Ex-Regionalligisten FC Pipinsried mit 0:3 geschlagen geben. "Zwei Mannschaften also, die beide nach zwei Spieltagen nicht punktlos im Tabellenkeller sitzen wollen", sagt SVK-Pressesprecher Michael Wengler mit Blick aufs Match. Und am kommenden Mittwoch, im Heim-Derby und Inn/Salzach-Knaller gegen Neuling TSV Wasserburg (24. Juli, Anstoß: 18.30 Uhr), "wird es ja dann auch nicht unbedingt leichter – wir müssen also aufpassen, dass wir nicht nach drei Spieltagen ohne Punkt dastehen."
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