15.04.2019

"Wollen ein Zeichen setzen": Rinchnach und Seidl beenden Zusammenarbeit


von Felix Drexler


"Einvernehmliche Trennung": Josef Seidl (grünes Trikot) ist kein Trainer mehr in Rinchnach. −Foto: Bietau

"Einvernehmliche Trennung": Josef Seidl (grünes Trikot) ist kein Trainer mehr in Rinchnach. −Foto: Bietau

"Einvernehmliche Trennung": Josef Seidl (grünes Trikot) ist kein Trainer mehr in Rinchnach. −Foto: Bietau


Der FC Rinchnach und Trainer Josef Seidl haben im Abstiegskampf die Reißleine gezogen. Das Tabellenschlusslicht der Kreisklasse Regen und der 39-jährige Spielertrainer haben sich bereits in der vergangenen Woche "einvernehmlich getrennt", wie Anton Dannerbauer, Abteilungsleiter des FC Rinchnach, mitteilt. Das bestätigt auch der Rinchnacher Ex-Coach. "Aufgrund meiner Verletzung habe ich der Mannschaft in den vergangenen Wochen auf dem Platz nicht weiterhelfen können. Mit dieser Entscheidung wollen wir nochmal ein Zeichen setzen." In den verbleibenden fünf Saisonspielen und auch über die Saison hinaus wird Seidls Nebenmann Sven Pertler (29) als alleiniger Chefcoach fungieren.

Angesichts der Tatsache, dass Seidl den FC Rinchnach nach der Saison ohnehin verlassen hätte, habe die Mannschaft die Nachricht "gefasst aufgenommen", berichtet Dannerbauer. Nach vier Niederlagen in den ersten vier Frühjahrs-Spielen sind die "Klousterer" inzwischen auf den letzten Platz in der Kreisklasse Regen abgerutscht. Der Klassenerhalt ist allerdings noch in greifbarer Nähe. Nur zwei Punkte fehlen auf einen Nichtabstiegsplatz. "Solange es rechnerisch möglich ist, werden wir natürlich alles versuchen", zeigt sich Dannerbauer kämpferisch. Trotz der sportlichen Misere bescheinigt der Fußball-Chef der Mannschaft die richtige Einstellung und Motivation. "Wir hatten zuletzt einfach großes Verletzungspech. Hinzu kamen viele individuelle Fehler und vergebene Torchancen", sagt Dannerbauer, der auch im Fall des Abstiegs "keinen Weltuntergang" sieht. "Wir wollen künftig wieder verstärkt auf unsere Jugend und einheimische Spieler setzen."

Josef Seidl dagegen will sich zunächst eine Pause gönnen. "Ich möchte jetzt erst einmal meine Verletzung an der Wirbelsäule auskurieren und wieder fit werden. Danach kann ich mir schon wieder vorstellen, ein Amt als Spielertrainer zu übernehmen." Seinen Pass wird der gebürtige Kreuzberger zu seinem Heimatverein, Bezirksligist TV Freyung, mitnehmen.




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