20.03.2014

Joschis Hilfe-Schrey erhört: Fußball-Magazin greift FC Passau mit Taktik-Stipendium unter die Arme



Er schickte das Bewerbungs-Video ein: Stürmer Joschi Schreyer machte für seinen FC Passau bei der Aktion "Ein Herz für Absteiger" mit. − Foto: Lakota

Er schickte das Bewerbungs-Video ein: Stürmer Joschi Schreyer machte für seinen FC Passau bei der Aktion "Ein Herz für Absteiger" mit. − Foto: Lakota

Er schickte das Bewerbungs-Video ein: Stürmer Joschi Schreyer machte für seinen FC Passau bei der Aktion "Ein Herz für Absteiger" mit. − Foto: Lakota


"Werdet mit eurer Mannschaft der bekannteste Nichtabsteiger des Amateurfußballs". Mit diesem Slogan warb das Fußballmagazin "11Freunde" zusammen mit dem Berliner Unternehmen "Fubalytics" für ihre gemeinsame Aktion "Ein Herz für Absteiger". Dabei können sich gefährdete Mannschaften um technische Unterstützung im Abstiegskampf bewerben. Das Landesliga-Team des 1. FC Passau wurde nun als eine von vier Mannschaften – bei immerhin 50 Bewerbern – ausgewählt und darf sich in der Rückrunde über kostenlose, professionelle Video-Analysen und die mediale Begleitung in Form von Interviews, Videos und kleinen Geschichten und durch das Magazin freuen.

Das Ganze "angezettelt" hat der verletzte Passauer Stürmer Joschi Schreyer (24), der sich vor allem bei seinen jungen Teamkollegen einen positiven Lerneffekt durch die Sequenzen verspricht.

Die Bilanz aus dem letzten Jahr dürfte dem FC jedenfalls Hoffnung machen! Die Hilfe zeigte Wirkung und drei der vier damals ausgewählten Vereine – der SC Eilbek II (Hamburger Kreisligist),Verbandsligist SV Tasmania Berlin (Berlin-Liga) und der SC Peckeloh (Landesliga Staffel 1 Westfalen) – konnten den Gang in die niedrigere Spielklasse noch abwenden.

Von zwei jungen Berlinern als Projekt an der Freien Universität gestartet: mit der Fußball-Videoanalyse-Plattform Fubalytics können Trainer und Spieler online analysieren. −Screenshot: Witte

Von zwei jungen Berlinern als Projekt an der Freien Universität gestartet: mit der Fußball-Videoanalyse-Plattform Fubalytics können Trainer und Spieler online analysieren. −Screenshot: Witte

Von zwei jungen Berlinern als Projekt an der Freien Universität gestartet: mit der Fußball-Videoanalyse-Plattform Fubalytics können Trainer und Spieler online analysieren. −Screenshot: Witte


Im Spiel am Samstag beim FC Ergolding wird sich zeigen, ob die Analysen bei den Kickern von Trainer Thomas Fuchs (42) bereits den gewünschten Effekt erzielen. Die Gastgeber schwächelten im Frühjahr bisher und kamen in den ersten beiden Partien noch nicht über zwei 1:1-Unentschieden gegen Hallbergmoos und den Tabellenletzten Ampfing hinaus.

Doch was ist "Fubalytiscs" eigentlich?

Die Idee dazu ist ihnen beim Fußballschauen gekommen, als sie im Fernsehen eine "professionelle" Analyse gesehen haben und sich dachten: "Warum gibt es sowas eigentlich nicht für alle Teams", erzählt Gründer Alexander Bitzke (34). Zwei Jahre haben er und Mitgründer Eugen Funk (32) zusammen mit der Vereinen Hertha BSC Berlin, Energie Cottbus und Babelsberg 03 getüftelt und im Jahr 2012 ihre Software vorgestellt.

Zu bedienen ist das System sehr einfach: Zunächst wird das Video hochgeladen. Das kann von den Trainern während des Spiels oder des Trainings selbst aufgenommen werden, oder man bedient sich der Videoausrüstung von Fubalytics. Wie etwa Hertha BSC. Dort sind die Videokameras an den Masten installiert, so dass sie von oben das Spielgeschehen aufnehmen. Der Vorteil: Es ist ständig das ganze Spiel zu sehen, anders als im Fernsehen, wo der Fokus auf dem Mann mit dem Ball liegt. So kann bei der späteren Auswertung beispielsweise das Verhalten der Viererkette analysiert werden, es kann geschaut werden, wie die Spieler die Räume ausnutzten und wie sich das Spiel verlagerte, erklärt Bitzke.

Sogar in der Halbzeit ist eine Analyse theoretisch möglich, sofern in der Kabine ein Tablet oder Laptop mit Internetzugang zur Verfügung steht.




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