von Sepp Gruber
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Licht und Schatten bei Sepp Neumaier. In seiner Paradedisziplin Kleinkaliber-Dreistellung wurde er in London nur Dreizehnter. Trotzdem überwiegt beim Altöttinger Behindertenschützen die Freude über die anfangs gewonnene Bronzemedaille. − Foto: Archiv/S. Gruber
Licht und Schatten bei Sepp Neumaier. In seiner Paradedisziplin Kleinkaliber-Dreistellung wurde er in London nur Dreizehnter. Trotzdem überwiegt beim Altöttinger Behindertenschützen die Freude über die anfangs gewonnene Bronzemedaille. − Foto: Archiv/S. Gruber
So glänzend die paralympischen Sommerspiele in London für Behindertensportler Josef Neumaier mit einer Super-Luftgewehrleistung und der damit gewonnenen Bronzemedaille begonnen hatten, so enttäuschend endeten sie für ihn: In seiner "Königsdisziplin" Kleinkaliber-Dreistellungskampf erreichte der Rollstuhlschütze das Finale nicht und musste mit dem 13. Platz vorliebnehmen. Weil er die Ursache kennt, nahm er es nicht ganz so tragisch: Muskuläre Probleme bremsten ihn aus.
Auf den letzten Einsatz bei den Paralympics hatte sich der Altöttinger besonders gefreut und auch speziell vorbereitet. Der Dreistellungskampf mit dem Kleinkalibergewehr ist seine Lieblingsdisziplin, doch ausgerechnet am Tag zuvor stellten sich bei ihm Muskelprobleme im linken Unterarm ein, mit dem er seine sechs Kilo schwere Waffe stützt. Sie waren im Frühjahr schon einmal leicht aufgetreten, dann aber wieder gänzlich verschwunden. "Jetzt konnte ich teilweise das Gewehr nicht mehr richtig in Anschlag bringen und musste mich zweimal vom Physiotherapeuten behandeln lassen. Zwischendurch habe ich sogar ans Aufgeben gedacht", verriet Neumaier heimatsport.de per Telefon und fand es "brutal schade, dass ich ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt meine Leistung nicht bringen konnte". Schließlich habe er ja lange darauf hingearbeitet.
Nach den drei Anschlägen mit je 40 Schuss − liegend, stehend und knieend − standen für ihn mäßige 1124 Ringe zu Buche. Ergebnis: Platz 13. Anfangs war er sogar nur an 23. Stelle gelegen. Acht Ringe fehlten Neumaier zur Endkampfteilnahme der besten acht Schützen. Mit seinen mehrmals in der Paralympics-Quali erzielten 1150 Ringen hätte er um Medaillen mitgekämpft. "Aber wenn dir gut 20 Zähler fehlen, hast du keine Chance", stellte er fest. Und konnte schon wieder über sich selbst lachen: "Zwei Sechser beim Stehendschießen – an so was kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern."
Die Anstrengung sei in den letzten beiden Wochen enorm gewesen, konstatierte der 54-jährige Ausnahmeschütze, ohne dass er dies als Ausrede verstanden wissen wollte. Die weiten Wege auf der Anlage, über die er seinen Rollstuhl mit den Armen bewegen musste, das vielhundertfache Ansetzen des Gewehrs bei insgesamt 310 Wettkampfschüssen in vier Einsätzen sowie Training vorher und zwischendurch seien "recht stressig gewesen" und hätten "körperliche Spuren" hinterlassen. Sepp Neumaier blieb nur der schwache Trost, dass er dennoch der Beste von drei deutschen Teilnehmern war. Der Schwede Jakobsson (1255,9 Ringe), der Israeli Shaziri (1252,4) und der Chinese Dong (1251,5) gewannen die Medaillen.
Schon beim Kleinkaliber-liegend-Wettkampf tags zuvor war es bei Neumaier nicht nach Wunsch gelaufen. Mit 574 Ringen kam er nur auf den 40. Platz. Gegen Schluss dieses Wettkampfs, bei dem er sich ohnehin "nicht viel ausrechnen" konnte, traten die Armbeschwerden auf. Trotz intensiver Behandlung danach war die Hoffnung auf Besserung zum absoluten Saison-Highlight vergebens – wie sich schon in den ersten der 120 Schüsse im Dreistellungskampf herausstellte.
Trotz des fehlenden Happy Ends bei den Paralympics ließ sich Neumaier die Laune nicht verderben: "Mit meinen angereisten Holzhausener Freunden hab ich schon gefeiert, schließlich hab ich ja auch eine Medaille in der Tasche", sagte er. Jetzt freue er sich "auf daheim". Wie die Eröffnungsfeier will sich Neumaier aber auch die Abschlusszeremonie nicht entgehen lassen. Am Montag fliegt er mit der deutschen Equipe nach Frankfurt, bleibt über Nacht in Wiesbaden und trifft am Dienstagabend wieder in Altötting ein.
| FC Tittling |
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| Mannschaften: | 3 | |
| Mitglieder: | 600 | |
| TTV Vilshofen e.V. |
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|---|---|---|
| Mannschaften: | 7 | |
| Mitglieder: | 150 | |
| Spvgg Teisnach 1924 e.V. |
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|---|---|---|
| Mannschaften: | 7 | |
| Mitglieder: | 310 | |
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Johannes Trager
(15)
geb. 21.06.1997 TSV Massing 08 e.V. |
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Christoph Vetter
(16)
geb. 01.10.1996 TSV Massing 08 e.V. |
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Andreas Ritthaler
(16)
geb. 29.03.1997 TSV Massing 08 e.V. |
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