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Vereine



25.07.2012  |  13:38 Uhr

Andreas Kuffner: Die "Mission Gold" hat begonnen

Vilshofener Andreas Kuffner ist schon in London − Mit der Heimatzeitung spricht er über seine Medaillenchancen

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Zu den Favoriten auf Gold zählt bei Olympia der Deutschlandachter mit Andreas Kuffner (oben, 2. von links). Wie bei der WM letzten Jahr (kleines Bild) möchte sich der Vilshofener bei der Siegerehrung in London erneut eine Medaille abholen.  − Fotos: Quickert

Zu den Favoriten auf Gold zählt bei Olympia der Deutschlandachter mit Andreas Kuffner (oben, 2. von links). Wie bei der WM letzten Jahr (kleines Bild) möchte sich der Vilshofener bei der Siegerehrung in London erneut eine Medaille abholen.  − Fotos: Quickert

Zu den Favoriten auf Gold zählt bei Olympia der Deutschlandachter mit Andreas Kuffner (oben, 2. von links). Wie bei der WM letzten Jahr (kleines Bild) möchte sich der Vilshofener bei der Siegerehrung in London erneut eine Medaille abholen.  − Fotos: Quickert


Seit der Pleite bei Olympia in Peking ungeschlagen, hält vier Jahre später jeder den Deutschlandachter für eine Bank im Kampf um die Medaillen in London. Als zweiter Mann sitzt der Vilshofener Elite-Ruderer Andreas Kuffner im Bug des DRV-Paradebootes. Mit seinem Team und dem gesamten Betreuerstab ist der 25-Jährige schon in der britischen Olympia-Metropole eingetroffen und fiebert seinem Start entgegen. Nächsten Mittwoch heiß es dann "top oder flop" im Achter-Finale.

 Sie sitzen im Deutschland-Achter bei Olympischen Spielen. Müssen Sie sich manchmal kneifen?

Kuffner: Es ist schon der größte Traum, der für mich gerade in Erfüllung geht. Jetzt eine Woche vor dem ersten Rennen realisiert man erst, wo wir gerade stehen. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich bei dem größten Sportereignis der Welt teilnehmen darf und das im Deutschlandachter.

 Wie haben Sie die vergangenen Tage/Wochen verbracht? Gab es eine spezielle Olympia-Vorbereitung?



Kuffner: Ja, ich bin dieses Jahr quasi kaum in Berlin gewesen. Rund 25 Tage war ich insgesamt zuhause, den Rest habe ich in Dortmund und in internationalen Trainingslagern verbracht. In den letzten fünf Wochen haben wir dann die direkte Olympiavorbereitung begonnen. Diese war in zwei Teile gegliedert. Drei Wochen waren wir davon in Breisach im Trainingslager, das war der erste Teil. Dort wurden noch einmal Grundlagen gelegt und ein sehr intensives Training durchgeführt.

 Die letzten zwei Wochen haben wir in Ratzeburg verbracht. Dort haben wir den letzten Feinschliff geholt und die direkte Wettkampfvorbereitung begonnen. Abgeschlossen haben wir das Trainingslager mit dem Relegationsrennen. Von Ratzeburg sind wir nun direkt nach London geflogen.

 Welche Gedanken sind Ihnen im Flieger nach London durch den Kopf gegangen?

Kuffner: Mit dem Flug ist es für mich einfach gedanklich jetzt so richtig losgegangen. Mit der Olympiaeinkleidung am Körper und der gesamten Mannschaft an Bord, da kommt Vorfreude und Spannung zugleich auf.

 Sie sind ja schon in England gerudert − was macht die Ruder-Nation England aus?

Kuffner: Ich war letztes Jahr in Henley bei der Henley Royal Regatta und das britische Rudervolk ist einfach ein super faires, respektvolles Publikum. England ist das Mutterland des Ruderns und das merkt man sofort. Die Leute wissen, wovon sie reden und was wir alle leisten müssen − und die Sportart ist einfach enorm angesehen hier. Deshalb glaube ich, wird das für uns Ruderer auch ein einmaliges Erlebnis werden, hier starten zu dürfen.

 Ist Olympia-Euphorie eher nützlich oder eher schädlich für die Konzentration aufs große Ziel?

Kuffner: Die Eindrücke sind natürlich jetzt erst mal schon enorm. Man muss sich darauf auch erst mal einlassen und es auf sich wirken lassen. Das haben wir heute auch getan. Morgen früh geht es aber mit dem Training hier wieder los und dann liegt der Fokus ganz klar auf dem Rudern. Wir wollen hier was Großes erreichen und wir werden diese Euphorie und die Stimmung nutzen, um das zu schaffen. Die Stimmung im Team ist sehr gut und wir sind heiß darauf, an den Start zu gehen. Alles andere ist für uns in der Wettkampfzeit Nebensache.

 Alles meint, der Deutschland-Achter muss sich nach 34 Siegen am Stück Olympia-Gold nur abholen. Was sagen Sie?

Kuffner: Klar, das meinen alle. Wir wissen aber, dass jeder dieser Siege in den letzten Jahren hart erkämpft war und mit viel Training und Schmerzen verbunden war. Wenn es von Außen einfach aussieht, dann fühlt sich das im Boot so gar nicht einfach an. Wir haben eine tolle Mannschaft und wir haben sehr viel trainiert und sind auch topfit. Aber auch die anderen Nationen haben das gemacht. Jeder hat sicherlich in den letzten Wochen noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht und nun gilt es für uns, dass wir unsere Leistung abrufen. Dann haben wir eine berechtigte Chance, um die Medaillen zu kämpfen, aber es wird alles andere als ein Selbstläufer werden. Hier in London ist noch nichts gewonnen, alles geht noch einmal von vorne los, die Olympischen Spiele sind einfach immer eine Ausnahmesituation.

 Ist Ihr Platz im Bug derselbe geblieben? Was ist Ihre Aufgabe dabei? Wer sind die Konkurrenten im Kampf um Gold?

Kuffner: Ja, meine Aufgaben sind dieselben geblieben. Ich habe mich physisch in diesem Jahr noch einmal stark verbessert und kann so noch mehr Kraft in die Mannschaft und auf dieser Position einbringen. Ich sorge auf Platz 2 weiterhin dafür, dass die Unruhe durch das Auf und Ab im Bug nicht in die Mannschaft getragen wird und dass der Bugmann den Anschluss an die Mannschaft nicht verliert.

Die größten Konkurrenten werden wohl England, Kanada und USA sein. Aber auch Holland und Australien sind nicht davon ausgenommen, vorne mitzufahren. Bei den Olympischen Spielen muss man wohl mit allen rechnen, nach dem Vorlauf können wir das noch einmal genauer einschätzen.

 Werden Ihre Eltern und Ihre Freundin Jenny an die olympische Regattastrecke kommen?

Kuffner: Ja, meine Familie und meine Freundin kommen an die Strecke und unterstützen mich. Die Vorfreude ist auch bei denen riesig und ich bin sehr froh, dass sie dieses einmalige Erlebnis mit mir erleben.

Das Interview mit Andreas Kuffner führte Martin Freund.












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Dokument erstellt am 2012-07-30 13:23:07









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TSV Massing 08 e.V.
Johannes Trager

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TSV Massing 08 e.V.
Christoph Vetter

Andreas Ritthaler (16)
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