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Vereine



03.12.2012  |  06:00 Uhr

24:13 in Bonn: Weiteste Saisonreise der Wacker-Ringer hat sich gelohnt − Mit mehr als einem Bein im Viertelfinale

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Der Grieche Emzarios Bentinidis (in Blau), als Ersatz für den Ex-Untergriesbacher Gabor Hatos in die Burghauser Mannschaft gekommen, konnte einen 0:2-Rückstand nach Runden noch in einen Sieg umwandeln.  − Foto: Archiv/Michaela Fruth

Der Grieche Emzarios Bentinidis (in Blau), als Ersatz für den Ex-Untergriesbacher Gabor Hatos in die Burghauser Mannschaft gekommen, konnte einen 0:2-Rückstand nach Runden noch in einen Sieg umwandeln.  − Foto: Archiv/Michaela Fruth

Der Grieche Emzarios Bentinidis (in Blau), als Ersatz für den Ex-Untergriesbacher Gabor Hatos in die Burghauser Mannschaft gekommen, konnte einen 0:2-Rückstand nach Runden noch in einen Sieg umwandeln.  − Foto: Archiv/Michaela Fruth


Da war im Vorfeld wohl doch ein bisschen arg tiefgestapelt worden... Auf ein brauchbares Ergebnis − am besten einen knappen Sieg − hatte man bei den Bundesliga-Ringern des SV Wacker vor dem Achtelfinal-Hinkampf beim TKSV Bonn-Duisdorf gehofft. Herausgekommen ist am Samstagabend stattdessen sogar ein relativ hoher 24:13-Erfolg der Burghauser, die nun bereits mit mehr als einem Bein im Viertelfinale stehen.

22 Stunden insgesamt unterwegs, viele Kilos abtrainiert, aber überglücklich − das ist die Bilanz für die Wacker-Staffel nach ihrer weitesten Reise in dieser Saison. Mit einem so klaren Sieg beim Wunschgegner, gegen den man sich die besten Chancen aufs Weiterkommen ausgerechnet hatte, waren selbst Optimisten im Lager der Salzachstädter nicht gefasst. Nach der durchwachsenen Vorrunde mit Rang 5 in der Südgruppe zeigte sich das Team von Trainer Michael Pronold in Bonn zum richtigen Zeitpunkt topfit.

Zwar konnte der Fünftplatzierten der Bundesliga Nord an zwei Positionen nicht auf seine besten Ringer zurückgreifen, doch das soll den Sieg der Burghauser auf keinen Fall schmälern − waren sie ja selbst nicht nicht in optimaler Aufstellung angetreten. In der Klasse bis 55 kg Freistil wurde Joakim Fagerlund aufgeboten. Sein Gegner, der blutjunge Jan Lukas Harth, brachte aber nicht das erforderliche Gewicht, sodass Wacker die ersten vier Punkte kampflos bekam. Aber auch im "Freundschaftskampf" ließ Fagerlund Harth nicht den Hauch einer Chance. Im Greco-Schwergewicht (120 kg) rang Theodoros Tounousidis so, wie er es eigentlich immer tut, und besiegte Radoslaw Grzybicki durch seine größere Physis mit 3:1. Mit Mariusz Los hatte Andreas Maier (60 kg/griechisch-römisch) einen der Bonner Sieggaranten vor sich. Das Burghauser Eigengewächs unterlag ohne zu enttäuschen mit 0:3, weil sich der Pole in der Bodenlage als zu stark erwies.

Gergely Kiss war in seiner angestammten Gewichtsklasse bis 96 kg Freistil Radoslaw Dublinovski vor allem in der ersten Runde deutlich überlegen. Die nächsten beiden gewann er knapp und holte insgesamt ein 3:0. Wieder einmal Verlass war auf Nikolay Kurtev (66 kg/Freistil). Nach zwei siegreichen Runden ließ er sich in der dritten nach Zwiegriff überraschen, gab prompt auch die vierte ab − aber im entscheidenden Durchgang war der Bulgare dann doch der cleverere Ringer und setzte sich gegen den starken Stefan Daniliuc durch. Burghausen führte nach fünf Kämpfen mit 13:6.

Gleich nach der Pause folgte ein weiterer Sieg: Eugen Ponomartschuk (84 kg/gr.-röm.), seit Wochen in bestechender Form, hielt Bulgariens Nummer 2, Nikolay Bayriakov, mit einer überzeugenden Leistung 3:1 in Schach. Dass Matthias Maasch, der noch einmal auf 66 kg abtrainiert hatte, sich in Bodenlage kaum drehen, geschweige ausheben lässt, musste mit Sylvester Charzewski ein weiterer Bonner Punktegarant zur Kenntnis nehmen − auch wenn der Sieg des Deutschen Meisters mit 1:0 nur knapp ausfiel. Wacker lag nun erstmals mit zehn Punkten vorn (17:7).

Emzarios Bentinidis (84 kg/ Freistil), der statt Gabor Hatos auf die Matte ging, wirkte nach einem 0:2-Rückstand gegen den Weißrussen Amarhajy Mahamedau wie der sichere Verlierer. Dann jedoch profitierte er von der nachlassenden Kondition seines Gegners und von der eigenen listigen Ringweise und gewann noch mit 3:2.

Wackers geheime Option für die 74-kg-Freistilklasse entpuppte sich als Florian Mayerhofer. Der 30-Jährige aus der zweiten Mannschaft sah gegen den Deutschen Meister Georg Harth erwartungsgemäß kein Land und verlor 0:4 durch technische Unterlegenheit. Einen Überlegenheitssieg holte dafür Mykola Daragan (74 kg/gr.-röm.). Der Ukrainer, von dem man immer super Leistungen gewohnt ist, ließ dem gewiss nicht schwachen Mateusz Wolny nicht den Hauch einer Chance.

So haben die Burghauser vor dem Rückkampf am kommenden Samstag einen beruhigenden Elf-Punkte-Vorsprung. Im Viertelfinale würde es am 15. Dezember in der Sportparkhalle gegen den amtierenden Vizemeister KSV Köllerbach aus dem Saarland weitergehen. − kel












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