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17.07.2017  |  15:56 Uhr

Kein Bundesliga-Tennis mehr beim TC Thyrnau-Kellberg: Abstieg eher Ansporn als Tragödie

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Beendete seine erste Saison beim TC Thyrnau-Kellberg mit einem Einzelsieg: Die Nummer 1 Max Egger. − Foto: Sven Kaiser

Beendete seine erste Saison beim TC Thyrnau-Kellberg mit einem Einzelsieg: Die Nummer 1 Max Egger. − Foto: Sven Kaiser

Beendete seine erste Saison beim TC Thyrnau-Kellberg mit einem Einzelsieg: Die Nummer 1 Max Egger. − Foto: Sven Kaiser


Am vergangenen Samstag um 17 Uhr ist die zweijährige Zugehörigkeit des TC Thyrnau-Kellberg in der 1. Bundesliga Süd der Herren 30 – zumindest vorläufig – zu Ende gegangen. Die 4:5-Niederlage beim favorisierten Team vom MTTC Iphitos München bedeutete am Ende den 6. und damit vorletzten Tabellenplatz.

Die Ausgangslage vor dem letzten Saisonspiel war so, dass man das eigene Spiel klar gewinnen und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der direkten Konkurrenz vom TC Dachau hoffen musste. Dass Letzteres nicht eintrat, war auch dem Sachverhalt geschuldet, dass die Dachauer Gegner aus Frankfurt mit einer B-Mannschaft zum letzten Saisonspiel angereist waren.

Dass Ersteres nicht einfach umzusetzen sein sollte, wurde bereits in der ersten Einzelrunde klar, die mit 2:1 an die Münchner ging. Dabei überzeugte das Geburtstagskind Timur Fedorov auf ganzer Linie, wobei er vor allem durch seinen Aufschlag das Spiel diktierte. Das 6:4 und 6:3 war der dritte Saisonerfolg im dritten Spiel des angehenden Tennistrainers. Radim Zitko an Position 2 hatte, wie im letzten Jahr, das Nachsehen gegen Lars Übel. Der Coach an der Oberhachinger Tennisbase ließ den Thyrnauer diesmal nicht ins Spiel kommen und siegte mit 6:4 und 6:2 vor allem dank seiner niedrigeren Fehlerquote. Dramatisch wurde es im Einzel von Hannes Wagner und Uli Kiendl an Position 4, als es nach einem 6:3 und 2:6 in den Matchtiebreak ging. Dort hatte der Mittelschullehrer beim Stand von 9:8 und 10:9 jeweils Matchball, konnte aber das Spiel nicht beenden und kassierte mit 10:12 eine bittere Niederlage.

Bleiben dem TCK erhalten: Timur Fedorov (links) und Christian Schmeizl. − Foto: Sven Kaiser

Bleiben dem TCK erhalten: Timur Fedorov (links) und Christian Schmeizl. − Foto: Sven Kaiser

Bleiben dem TCK erhalten: Timur Fedorov (links) und Christian Schmeizl. − Foto: Sven Kaiser


Nachdem auch Michael Stefan an Position 5 gegen Björn Krenzer und Peter Miklusicak an Position 3 gegen Benedikt Dorsch zwei relativ klare Niederlagen einstecken mussten, waren beim 1:4-Zwischenstand die Hoffnungen auf einen Tageserfolg quasi auf Null gesunken. Da half auch der 6:3 und 6:3-Erfolg von Max Egger an Position 1 wenig. Wobei der Österreicher an diesem Tag seine wohl beste Saisonleistung ablieferte und jeweils nach Rückstand in beiden Sätzen seinen Gegner mit seiner Vorhand demontierte.

In Anbetracht des Zwischenergebnisses aus Dachau (4:2) war klar, dass die Thyrnauer damit keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hatten. Für die Statistik: Die Doppel gingen mit 2:1 an die Niederbayern, wodurch die 4:5 Niederlage fixiert war.

Dass der Abstieg keine Tragödie, sondern eher Ansporn für die neue Saison ist, zeigt sich auch im O-Ton von Max Egger: "Vielen Dank für die tolle Saison – wenn sie auch einem extrem faden Beigeschmack hat. Die Mannschaft die hier heute abgestiegen ist, hat eine derartige Moral, um nächstes Jahr eine großartige Saison spielen zu können. Dann schau‘n ma mal, für was das reichen wird. Und eins muss ich auch noch loswerden: Ich fühle mich echt schon sehr sehr verbunden mit dem Club und den Fans und freue mich, nächstes Jahr wieder Vollgas geben zu dürfen". In diesem Zusammenhang sein erwähnt, dass sich etwa 30 Thyrnauer Fans mit einem Bus zum letzten Saisonspiel aufgemacht hatten und so das Auswärts- (fast) zu einem Heimspiel machten.

Die Mannschaft wird vermutlich auch im nächsten Jahr in dieser Konstellation auf Punktejagd gehen können. Denn sowohl Max Egger als auch Radim Zitko und Peter Miklusicak haben bereits unmittelbar nach dem Spiel ihre Zusage für die nächste Saison gegeben. Auch die übrigen Spieler wie Hannes Wagner, Christian Schmeizl, Rainer Sitter und Michael Stefan werden dem Verein wohl erhalten bleiben und zusammen mit Timur Fedorov das Grundgerüst der Mannschaft bilden. − M.S.












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