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14.03.2017  |  15:56 Uhr

Mettener Machtdemonstration gegen den Verfolger: SSG jetzt direkt vor Wiederaufstieg

von Peter Dermühl

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Mit vereinten Kräften stoppten Tom Aigner (rechts) und Torhüter Petr Foltyn die meisten der Karlsfelder Angriffe. − Foto: Helmut Müller

Mit vereinten Kräften stoppten Tom Aigner (rechts) und Torhüter Petr Foltyn die meisten der Karlsfelder Angriffe. − Foto: Helmut Müller

Mit vereinten Kräften stoppten Tom Aigner (rechts) und Torhüter Petr Foltyn die meisten der Karlsfelder Angriffe. − Foto: Helmut Müller


Nach dem klaren 31:20-Heimerfolg gegen den zweitplatzierten TSV Karlsfeld ist der Wiederaufstieg von Mettens Handballer in die Bezirksoberliga nahezu perfekt. Der Sieg ist allerdings teuer erkauft, da SSG-Allrounder Pavel Schut schwer an der Hand verletzt wurde und für den Rest der Saison ausfallen wird. Ebenfalls Heimsiege feierten die Damen beim 15:12 über die Spvgg Altenerding und die Herrenreserve mit 29:24 gegen den SV Wacker Burghausen II.

Das ist mittlerweile zur Regel geworden: Während sich die SSG-Herren zu Beginn eines Spieles immer noch sortieren müssen, ist einer schon hellwach. Klosterer-Keeper Petr Foltyn zeigte den zeitweise stark aufspielenden Karlsfeldern von Anfang an mit starken Paraden und einem überragend abgewehrten Strafwurf Grenzen auf. Seinen Mannschaftskollegen vor ihm allerdings war die zweiwöchige Bezirksliga-Spielpause noch anzumerken. Abstimmungsprobleme im sonst so sicher stehenden Deckungsverband und überhastet abgeschlossene Angriffe nutzten die Gäste zu einer schnellen 3:1-Führung. In solchen Situationen hat Trainer Walter in Person von Sigi Klein stets ein probates Mittel. Nach seiner Hereinnahme sorgte der Routinier für Ordnung in der Abwehr wie in der Offensive und glich selbst zum 3:3 aus. Nun schienen die Hausherren zu ihrer Linie gefunden zu haben. Nach Pass von Matthies Elgeti erzielte Pavel Schut das 6:5, dem ließ Elgeti elegant das 7:5 folgen.

Doch beim scheinbar beruhigenden Stand von 12:8 nahm sich die SSG abermals eine schöpferische Pause. Die Gäste aus Oberbayern nahmen dankend an, glichen kaltschnäuzig zum 12:12 aus und gingen als Halbzeit-Sieger zum Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst beim engen Schlagabtausch. Dann aber organisierte ein immer besser aufgelegter Defensiv-Dirigent Jonas Jirsa die Mettener Abwehr zum gewohnt uneinnehmbaren Bollwerk. Per Kunstwurf knapp von der Auslinie zirkelte Angreifer Elgeti den Ball vielbeklatscht zum 20:16 ins Karlsfelder Gehäuse.

Die ohnehin kämpferisch hart geführte Begegnung entwickelte sich jetzt zu einem zähen Ringen mit der Folge, dass Leistungsträger Pavel Schut nach einer unfairen Karlsfelder Attacke in der 41. Minute mit doppelt gebrochenem Daumen und blutender Lippe das Feld verlassen musste. Trotz dieses Schocks blieb Metten auf Angriffskurs: David Huml zeigte seine Nervenstärke und erzielte das wichtige 21:17. Nach dem 22:19 erwies sich die Deckungsreihe der Mettener als besonders sattelfest und eroberte reihenweise Bälle, die zu erfolgreichen Tempogegenstößen führten. Vier Treffer in Serie brachten die SSG nach 51 Minuten klar mit 26:19 in Front. Das war bereits die Vorentscheidung. Keeper Alex Liebmann, inzwischen für Petr Foltyn im Kasten, blieb über acht Minuten unüberwindbar. Angefeuert vom begeisterten Mettener Fans ließ die SSG noch fünf Tore folgen und zeigte Karlsfeld mit 31:20 klar die Grenzen auf.

Ein trotz des Ausfalls von Allrounder Schut zufriedener Übungsleiter Steininger lobte seinen Mannen nach dem Schlußpfiff über den grünen Klee: "Ein Kompliment dem ganzen Team, das hohen kämpferischen Einsatz zeigte und sich dabei als echte Mannschaft erwies. Bei noch sechs ausstehenden Begegnungen ist nur noch ein Sieg notwendig, um das erklärte Ziel zu erreichen." Am Samstag reisen die Klosterer zum Tabellenletzten nach Rottenburg.

Es spielten: Tor: Petr Foltyn, Alexander Liebmann; Feld: Sigi Klein (5 Tore), Sebastian Klima (3), David Huml (2), Sebastian Würdinger, Michi Zisler (2), Pavel Schut (6/ davon 3 verwandelte 7-Meter-Strafwürfe), Jonas Jirsa, Zbynek Karasek (6/3), Florian Sedlmeier (1), Matthies Elgeti (5) und Manuel Schwab (1).













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