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Tops und Flops | 07.01.2013 | 14:20 Uhr

Flop, Teil 7: In die eigene Tasche

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Viel Geld im Spiel: Beim FRG-Cup werden jährlich Einnahmen im fünfstelligen Bereich erreicht. Der ehemalige Kassier hatte sich aus der Kasse bedient und über vier Jahre 17 000 Euro entwendet.  − Foto: Escher/ Montage: Birchenender

Viel Geld im Spiel: Beim FRG-Cup werden jährlich Einnahmen im fünfstelligen Bereich erreicht. Der ehemalige Kassier hatte sich aus der Kasse bedient und über vier Jahre 17 000 Euro entwendet.  − Foto: Escher/ Montage: Birchenender

Viel Geld im Spiel: Beim FRG-Cup werden jährlich Einnahmen im fünfstelligen Bereich erreicht. Der ehemalige Kassier hatte sich aus der Kasse bedient und über vier Jahre 17 000 Euro entwendet.  − Foto: Escher/ Montage: Birchenender


Besondere Augenblicke, Momente, Ärgernisse − die Fußballsaison gab Anlass zu Begeisterung wie Verärgerung, bot den Aktiven, Mitwirkenden und Zuschauern positive und negative Emotionen und tat vor allem eines: sie sorgte für Diskussionen und denkwürdige Momente.

Der FRG-Cup des Landkreises Freyung-Grafenau ist die erfolgreichste Hallenmeisterschaft in Niederbayern. 3000 Zuschauer lockten Waldkirchen und Co. in der Hallensaison 2011/12 allein an den sechs Herrenspieltagen an, die Einnahmen liegen im fünfstelligen Bereich. Und − der Cup war in diesem Jahr Opfer eines Betrugs.

Die einzig gute Nachricht Mitte April, als der Skandal rund um den 29 Jahre alten Cup-Manager bekannt geworden war, war, dass "kein wirtschaftlicher Schaden entstanden sei", so Hans Bermann, der Vorsitzende der Turnierleitung. Der Cup-Manager, der ehemalige Lehrwart der Schiedsrichter-Gruppe Wolfstein, hatte binnen vier Jahren 17 000 Euro aus der Turnierkasse gestohlen − und war im November 2011 aufgeflogen.

Damals wurden die Cup-Runden für 2012 ausgelost, danach hätten die 44 Vereine Prämien erhalten sollen. "Aus zeitlichen Gründen" hätte er nichts vorbereitet gehabt, so die Aussage des Kassiers gegenüber den Funktionären. Diese wurden zum ersten Mal stutzig, früher war das anders.

Jahrelang konnte der Landesliga-Schiedsrichter schalten und walten, wie er wollte. "Die Kasse wurde nur oberflächlich kontrolliert. Der Cup-Manager verfügte über das Konto der Turnierleitung nach Belieben", hieß es aus Kreisen des Gremiums. Die mehreren tausend Euro wurden kurz darauf von einem Verwandten des Kassiers in zwei Raten beglichen, wodurch der Cup zumindest keinen finanziellen Schaden aus der Affäre zog.

Das offizielle Statement seitens der Turnierleitung lautete: "Der Cup-Manager ist seit 1. Februar nicht mehr im Amt. Er hatte massive Probleme mit der Kassenführung, sein Vorgänger Sepp Seidl springt wieder ein." Wenig später ging eine anonyme, fünfzeilige Anzeige bei der Polizei in Freyung ein, "kurz und prägnant formuliert".

Organisiert wird der FRG-Cup nicht wie üblich vom Bayerischen Fußball-Verband, sondern von einer Turnierleitung, die die 44 Vereine des Landkreises wählen. Nach Ausrichtung des Turniers kommt es jeweils zu einer Ausschüttung von Prämien an die Vereine, diese wird es auch weiterhin geben.

Dennoch, es bleibt ein Schandfleck der Cup-Geschichte. Ob und wozu der ehemalige Kassier verurteilt wurde, haben wir nicht nachgefragt. Wollen wir auch nicht, denn für einen Platz in unserer Flop-Liste reichen die kriminellen Machenschaften des Kassiers allemal.

 − Sebastian Lippert












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