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17.02.2017 | 10:23 Uhr

Viel Bereitschaft, hoher Stellenwert: Jochen Fröschl schwärmt von Österreich und verlängert

von Andreas Lakota

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"Hier ist die Euphorie deutlich größer", sagt Jochen Fröschl (rechts) über seine Arbeit als Trainer in Österreich. − Foto: Andreas Lakota

"Hier ist die Euphorie deutlich größer", sagt Jochen Fröschl (rechts) über seine Arbeit als Trainer in Österreich. − Foto: Andreas Lakota

"Hier ist die Euphorie deutlich größer", sagt Jochen Fröschl (rechts) über seine Arbeit als Trainer in Österreich. − Foto: Andreas Lakota


Jochen Fröschl (44) muss nicht lange überlegen. Was denn der Hauptunterschied sei zum Amateurfußball in Deutschland? "Ganz klar", sagt Fröschl, "der Stellenwert. Der ist hier schon deutlich höher." Hier, das in diesem Fall der oberösterreichische Landesligist Union Julbach. Seit einem halben Jahr arbeitet Fröschl beim grenznah gelegenen Verein als Trainer – und ist ziemlich angetan vom Club, seinem Umfeld und der Bereitschaft seiner Spieler. Darum hat der Coach seinen Vertrag auch bereits verlängert. "Ich fühle mich wohl und die Entwicklung der Mannschaft ist noch lange nicht zu Ende", sagt er. Fröschl hätte auch nach Deutschland zurückkehren können, es gab Angebote, u.a. aus der Landesliga. Doch der 44-Jährige sagte ab. "Es war keine Entscheidung gegen den einen, sondern für den anderen Verein."

Am Sonntag hat er mit seiner Mannschaft ein Testspiel gegen seinen Ex-Verein Tiefenbach absolviert, bei dem Fröschl vier Jahre lang tätig war. 4:1 hat Julbach gewonnen. "Passt", sagt Fröschl, der das Niveau in der österreichischen Landesliga irgendwo zwischen den "Top-Teams der Bezirksliga und den hinteren Mannschaften in der Landesliga" ansiedelt. In Sachen Zuschauerzahlen können es beide Ligen nicht mit den Österreichern aufnehmen. "Wir haben im Schnitt 400 Zuschauer. Zum Derby gegen Rohrbach kamen 1200 Fans. Das meine ich mit Stellenwert. Hier ist die Euphorie noch deutlich größer", sagt Fröschl.

Was ihm noch auffällt: Die Leute im Umfeld stehen voll hinter der Truppe. Als die Julbacher die ersten fünf Saisonspiele in der Sand setzen, ist keine Kritik an den Spielern oder am neuen Trainer zu hören. "Es ist komplett ruhig geblieben. Auch von den Zuschauern her. Die haben nur gesagt: Das wird schon wieder. Diese Gelassenheit gefällt mir, es ist ein wirklich schönes Arbeiten", berichtet Fröschl.

Dazu trägt freilich auch die Bereitschaft seiner Spieler bei. "Der Trainingsfleiß ist schon wahnsinnig", sagt Fröschl. Drei Einheiten pro Woche stehen auf dem Programm, weil viele Spieler in Linz arbeiten, müssen sie zum Training rund 70 Kilometer zurücklegen. Einfach. "Aber da jammert keiner. Wenn ich sagen würde, wir trainieren jetzt viermal, dann wären auch alle da."

Fühlt sich wohl in Julbach: Trainer Jochen Fröschl. − Foto: Lakota

Fühlt sich wohl in Julbach: Trainer Jochen Fröschl. − Foto: Lakota

Fühlt sich wohl in Julbach: Trainer Jochen Fröschl. − Foto: Lakota


Fröschl selbst steht im Schnitt sogar sechs Mal pro Woche auf dem Fußballplatz. Neben seinem Engagement in Julbach trainiert er weiter am Stützpunkt in Waldkirchen, zudem coacht er die U7 des TSV, in der sein Sohn spielt. "Ich bin einfach fußballverrückt. Das ist mein Leben", sagt Fröschl und lacht. Was er noch erreichen will als Trainer? "Sicherlich möchte man sich immer weiter entwickeln, eine höhere Liga würde mich natürlich reizen. Aber ich könnte mir genauso gut vorstellen, mal eine Kreisligamannschaft zu trainieren, wenn die Perspektive da ist und die Struktur stimmt. Für mich ist es wichtig, dass ich meine Ideen einbringen kann und eine entsprechende Entwicklung möglich ist."

Mehr dazu lesen Sie in der Print-Ausgabe Ihrer Heimatzeitung (Online-Kiosk).

Weitere Teile der Serie lesen Sie im Internet unter www.heimatsport.de/winterserie.













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