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14.04.2018  |  14:00 Uhr

Am Dienstag noch gelobt, jetzt gefeuert: Sinneswandel bei Wacker, Coach Mölzl muss gehen

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Entlassen: Wacker-Coach Patrick Mölzl. − Foto: Lakota

Entlassen: Wacker-Coach Patrick Mölzl. − Foto: Lakota

Entlassen: Wacker-Coach Patrick Mölzl. − Foto: Lakota


Das ging aber schnell: Noch während der Woche hatten die Verantwortlichen des SV Wacker Burghausen Trainer Patrick Mölzl das Vertrauen ausgesprochen, nun ist er gefeuert. Auch sein Co-Trainer Dominik Hausner wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben beim Regionalligisten entbunden. Das teilte der Verein am Samstag mit. Auffällig: Zu Wochenbeginn hatte Burghausens Bürgermeister Hans Steindl die Leistungen des Regionalligisten, der mitten im Abstiegskampf steckt, heftig kritisiert, vor allem die 0:5-Klatsche am Montag beim FC Bayern II.

Warum Mölzl und sein Assistent plötzlich gehen müssen? Dies war "das Ergebnis intensiver und konstruktiver Gespräche", heißt es von Vereinsseite. Als Begründung werden die Ergebnisse der letzten Wochen und die daraus resultierende sportliche Situation angeführt − Wacker rutschte in der Tabelle immer weiter ab und hat nur mehr vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz, wobei die Teams dahinter noch Nachholspiele auszutragen haben. "Wir haben uns diesen Schritt gründlich überlegt, wollen aber so noch vor dem nächsten Spiel in Bayreuth ein Zeichen setzen", sagt der 1. Vorsitzende Dr. Thomas Frey. Zu Wochenbeginn hatte dieser den Coaches noch klar den Rücken gestärkt: "Wir haben einen Trainerstab, der seinesgleichen sucht", lobte der Vereinsboss die Übungsleiter rund um Mölzl, der seit Anfang April 2017 beim SVW unter Vertrag steht.

Sie sollen es jetzt richten: Der neue Chef-Trainer Ronald Schmidt (M.) mit seinem Co-Trainer Manfred Stutz (l.). Rechts Teammanager Karl-Heinz Fenk. − Foto: SV Wacker

Sie sollen es jetzt richten: Der neue Chef-Trainer Ronald Schmidt (M.) mit seinem Co-Trainer Manfred Stutz (l.). Rechts Teammanager Karl-Heinz Fenk. − Foto: SV Wacker

Sie sollen es jetzt richten: Der neue Chef-Trainer Ronald Schmidt (M.) mit seinem Co-Trainer Manfred Stutz (l.). Rechts Teammanager Karl-Heinz Fenk. − Foto: SV Wacker


Warum es zum plötzlichen Sinneswandel kam und welche Rolle die Kritik von Steindl spielt? Noch unklar. Der Bürgermeister hatte im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins heftig gegen die Fußballer geschossen. "Das war skandalös, was da geliefert wurde. Der Ruf und die Ehre von Burghausen wurden beschädigt", schimpfte Steindl über den Auftritt beim 0:5 gegen den FC Bayern II. "Ich habe in der Halbzeit abgeschaltet, weil ich mir diesen Krampf nicht mehr anschauen wollte." Zur allgemeinen sportlichen Situation bei Wacker meinte er: "Das läuft noch nicht zufriedenstellend. Es gibt hin und wieder Meinungsverschiedenheiten, wenn es um die Spieler und deren Verträge geht", sagte Steindl. Obwohl man sich beim SV Wacker im vergangenen Jahr vom Profitum verabschiedet hat, habe er "nach wie vor noch einen hohen Anspruch an das Leistungsniveau. Dafür kommt zu wenig bei raus."

Vereinsboss Dr. Thomas Frey ließ diese Kritik nur bedingt gelten: "Wir spielen mit einem Drittel des Budgets, das wir in der 3. Liga zur Verfügung hatten. Da muss die Erwartungshaltung geringer sein", meinte er. Hinter den Kulissen dürfte in den letzten Tagen bei Wacker einiges passiert sein, am Ende stand jedenfalls die Entlassung von Mölzl, der während der Woche in der Sportschule Hennef bei Bonn weilte, um dort die Aufnahmeprüfung zum Fußball-Lehrer abzulegen. Die Kritker des Trainers hatten sich offenbar durchgesetzt.

So oder so: Richten, sprich den Klassenerhalt packen, soll nun ein alter Bekannter. Der bisherige U19-Trainer Ronald Schmidt übernimmt bis Saisonende das Training. Der langjährige Wacker-Spieler kennt die Regionalliga und zum Teil einige Kicker aus seiner Zeit als Co-Trainer (2015 bis 2017). "Wir sind Ronald sehr dankbar, dass er ohne zu zögern in die Presche springt und uns in dieser Situation helfen möchte. Wir setzen auf seine Erfahrung und sind überzeugt mit ihm die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen", so Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber.

Unterstützt wird Schmidt von Manfred Stutz, der zu seiner aktiven Zeit ebenfalls für den SV Wacker auflief und nun als Co-Trainer übernimmt. Teammanager Karl-Heinz Fenk meint: "Ich kenne beide aus meiner aktiven Zeit und bin mir sicher, dass wir mit diesen Beiden die richtigen Personen für die schwierige Schlussphase gefunden haben."

Weiterhin im Trainerstab ist Torwart-Coach Anton Zeidler. Die Nachfolge in der U19 übernimmt deren bisherige Co-Trainer Max Hausruckinger. Für die Gefeuerten gab es per Pressemeldung noch ein paar warme Worte: "Der SV Wacker dankt Patrick Mölzl und Domink Hausner für die Arbeit und ihr Engagement sowie die Mithilfe bei der begonnenen Umstrukturierung im vergangenen Jahr."

Schon am Dienstag wartet mit dem Auswärtsspiel in Bayreuth die nächste Herausforderung auf den SV Wacker Burghausen. Am Samstag kommt dann der FC Memmingen in die Burghauser Wacker-Arena. Zwei richtungsweisende Spiele im Kampf um den Klassenerhalt ... − red












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV 1860 München
33
79:23
77
2.
FC Bayern München II
33
77:37
68
3.
1. FC Schweinfurt 05
33
66:46
61
4.
1. FC Nürnberg II
33
67:52
54
5.
FC Ingolstadt II
33
66:49
53
6.
VfR Garching
32
56:57
49
7.
SV Wacker Burghausen
33
48:45
46
8.
VfB Eichstätt
32
49:51
45
9.
SV Schalding-Heining
32
55:67
45
10.
Spvgg Greuther Fürth II
33
40:45
44
11.
FC Augsburg II
33
50:43
43
12.
FV Illertissen
33
45:47
42
13.
TSV 1860 Rosenheim
32
38:46
39
14.
TSV Buchbach
33
43:54
39
15.
FC Pipinsried
31
36:53
39
16.
Spvgg Bayreuth
32
48:71
34
17.
SV Seligenporten
32
37:52
33
18.
FC Memmingen
32
37:53
31
19.
FC Unterföhring
33
30:76
18




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