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07.12.2017  |  16:41 Uhr

Kompromiss in letzter Minute: Bis 2020 dürfen vier Viertligisten statt bisher drei aufsteigen

von Sebastian Stiekel

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DFB-Präsident Reinhard Grindel. − Foto: dpa

DFB-Präsident Reinhard Grindel. − Foto: dpa

DFB-Präsident Reinhard Grindel. − Foto: dpa


Eine Blamage gerade noch abgewendet, aber die erhoffte Dauerlösung vertagt: Nach stundenlangen Diskussionen haben die Fußball-Funktionäre aus den 21 Landesverbänden ein Scheitern der geplanten Regionalliga-Reform verhindert. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstagabend mitteilte, einigten sich die Amateur-Vertreter zumindest für den Zeitraum von zwei Jahren auf eine neue Regelung für den Aufstieg in die 3. Liga.

Demnach soll es in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 vier Aufsteiger aus den fünf Regionalligen geben – bisher waren es nur drei. Dies soll beim Außerordentlichen DFB-Bundestag heute in Frankfurt verabschiedet werden. Ein direktes Aufstiegsrecht soll demnach jeweils der Meister der Regionalliga Südwest erhalten. Der Meister der Regionalliga Nordost bekommt dieses Recht in der Spielzeit 2018/19. Das Recht auf den weiteren direkten Aufstiegsplatz wird ausgelost. Die verbliebenen beiden Meister ermitteln in Playoff-Spielen den letzten Aufsteiger und bekommen dafür das automatische Aufstiegsrecht in der folgenden Spielzeit. Zwar gibt es damit einen Aufsteiger mehr als bisher für die Regionalligisten, eine Lösung mit Lossystem verwässert aber sportliche Kriterien.

"In einer komplexen Fragestellung, in der sehr viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden mussten, ist es uns gelungen, bis zum nächsten Ordentlichen DFB-Bundestag eine Übergangslösung zu finden, die eine deutliche Verbesserung der Ist-Situation darstellt und die von allen Regionalverbänden mitgetragen wird", sagte DFB-Vize Rainer Koch. Am Nachmittag war in ranghohen DFB-Kreisen schon nicht mehr mit einer Kompromisslösung gerechnet worden. Eine dauerhafte Neuregelung soll eine Expertenkommission unter der Leitung von DFB-Vize Peter Frymuth bis zum Bundestag 2019 erarbeiten.

Mit der Last-Minute-Rettung wurde auch ein befürchtetes Tohuwabohu beim Bundestag verhindert. Die Debatte um den Aufstieg in die 3. Liga hatte zuletzt groteske Züge angenommen und den Dünkel um Proporz und Einfluss im deutschen Amateurfußball offenbart. Bei einem Gipfeltreffen mit den Landesverbänden hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel am Mittwochabend noch einmal vergeblich versucht, einen Kompromiss zu finden. Auch am Donnerstag zog sich die Debatte lange hin. Zu viele Partikularinteressen mussten befriedigt werden.

Der gesamte Ablauf passte zu der schwierigen Verfassung, in der sich der Verband zurzeit befindet. Überall gibt es Baustellen. Dazu gehören die chaotische Umsetzung des Videobeweises, der Streit im Schiedsrichter-Bereich, die Aufregung um den Grundlagenvertrag mit der DFL und die massiven Steuernachzahlungen im WM-Skandal. Der Versuch, die Regionalligen zu reformieren, kommt jetzt noch dazu, denn auch dieser Prozess war bislang durch Auseinandersetzungen und ein Gefeilsche hinter den Kulissen geprägt. Auch hier hat sich die DFB-Spitze um Reinhard Grindel mit großem Eifer eingeschaltet, aber letztlich die Dinge nur mühsam in den Griff bekommen.

Das Problem der Regionalliga-Reform ist: Es standen gleich sieben verschiedene Modelle zur Diskussion. Aber bei jedem müsste irgendein Landesverband Zugeständnisse machen, zu denen er nicht bereit ist. Vor allem die Vertreter der neuen Bundesländer beharren wie bisher auf einer eigenen Regionalliga, der Staffel Nordost.

"Wir sind uns aufgrund der Mehrheitsverhältnisse bewusst, dass dieser Antrag ein großes Entgegenkommen der anderen Regionalverbände für den Nordosten darstellt. Wir freuen uns, dass wir am Ende unserer hartnäckigen Bemühungen um eine konstruktive Lösung in der kommenden Spielzeit über einen festen Aufstiegsplatz verfügen und werden unseren Beitrag leisten, bis 2019 eine neue, gemeinsame Regelung zu finden", sagte der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), Rainer Milkoreit.

Am einfachsten wäre es, in Zukunft vier statt fünf Regionalligen zu betreiben und jeden Meister am Ende einer Saison direkt aufsteigen zu lassen. Doch dann wäre die Frage: Wo verlaufen die Grenzen? Je eine Staffel im Norden, Süden, Osten und Westen würde die besonders mitgliederstarken Regionen im Westen und Südwesten benachteiligen. Einen Teil der ostdeutschen Vereine in eine Nord-Staffel zu integrieren und den anderen Teil gegen bayerische Vereine antreten zu lassen – das wiederum würden die Nord-Ost-Vertreter












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Dokumenten Information
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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV 1860 München
22
49:16
48
2.
1. FC Nürnberg II
22
55:38
41
3.
FC Ingolstadt II
21
50:28
39
4.
FC Bayern München II
21
46:27
39
5.
1. FC Schweinfurt 05
22
39:28
38
6.
FV Illertissen
22
34:27
36
7.
SV Schalding-Heining
23
40:47
33
8.
TSV 1860 Rosenheim
22
32:35
31
9.
VfB Eichstätt
23
34:38
30
10.
FC Augsburg II
23
39:31
29
11.
SV Wacker Burghausen
22
32:31
29
12.
VfR Garching
20
34:35
29
13.
TSV Buchbach
21
31:32
29
14.
FC Pipinsried
22
26:41
29
15.
Spvgg Bayreuth
21
31:46
23
16.
Spvgg Greuther Fürth II
21
19:32
22
17.
SV Seligenporten
21
25:34
21
18.
FC Memmingen
23
25:40
20
19.
FC Unterföhring
22
23:58
9




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