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16.09.2017  |  06:00 Uhr

Gestern gegen Iniesta, heute gegen Albert Krenn: Martin Büchel – ein Nationalspieler in Schalding

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"Ein ganz besonderer Moment": Der Liechtensteiner Martin Büchel (links) gegen den Spanier und sein Idol Andrés Iniesta. Am Samstag heißen seine Gegenspieler Christian Seidl und Mario Enzesberger. − Foto: Imago

"Ein ganz besonderer Moment": Der Liechtensteiner Martin Büchel (links) gegen den Spanier und sein Idol Andrés Iniesta. Am Samstag heißen seine Gegenspieler Christian Seidl und Mario Enzesberger. − Foto: Imago

"Ein ganz besonderer Moment": Der Liechtensteiner Martin Büchel (links) gegen den Spanier und sein Idol Andrés Iniesta. Am Samstag heißen seine Gegenspieler Christian Seidl und Mario Enzesberger. − Foto: Imago


Vor elf Tagen spielte er noch mit Liechtenstein gegen die spanische Nationalmannschaft mit Álvaro Morata, Thiago Alcántara und Andrés Iniesta. Am Samstag läuft Martin Büchel (30) mit dem FC Unterföhring am Reuthinger Weg auf – und seine Gegenspieler heißen Christian Seidl, Albert Krenn und Mario Enzesberger. Wie er mit diesem Kontrastprogramm zurecht kommt? Ein Gespräch über Ronaldo, Ruhm und Regionalliga.

Herr Büchel, gestern WM-Qualifikation, heute Schalding. Eine große Umstellung?
Büchel: "Nach so vielen Jahren ist das kein Problem mehr. Gewöhnungsbedürftig ist eher der umgekehrte Weg, wenn ich vom Verein zur Nationalmannschaft reise. Das Spiel ist dann plötzlich viel schneller, die Zuschauer sind deutlich mehr. Außerdem gibt es Unterschiede bei der Spielweise: Die Nationalmannschaft legt viel Wert auf den physischen und läuferischen Bereich, da wir meistens Außenseiter sind. Mit Unterföhring ist das nicht immer so."
Was macht mehr Spaß?
Büchel: "Das kann man nicht vergleichen. Einerseits ist es natürlich eine Ehre, für mein Land zu spielen. Andererseits habe ich mit dem FC Unterföhring einen super Verein gefunden, der mir den Spaß am Fußball zurück gegeben hat. Das bedeutet mir sehr viel, denn ich habe in meiner Karriere auch die andere Seite des Fußballs kennen gelernt. Da gibt es keinen Raum für Sentimentalitäten, es geht nur ums Geschäft. In Unterföhring ist das anders: Die Gemeinschaft ist wichtig und man hockt nach dem Spiel auch mal auf ein Bier zusammen. Überhaupt ist der Fußball in der Regionalliga authentischer. Die Mittel sind zwar oftmals begrenzt, der Sport ist dafür aber ehrlich – genau das taugt mir. Ich spiele gerne beim FCU. Und was Vorstand, Verein und die vielen ehrenamtlichen Helfer leisten, ist sowieso Wahnsinn."

Wie kam der Kontakt nach Unterföhring zustande?
Büchel: "Als ich wegen meiner Osteopathie-Ausbildung nach München gezogen bin, machte ich einen Spaziergang und kam am Unterföhringer Vereinsgelände vorbei. Ich informierte mich über den Klub und erfuhr von einem Freund, dass der FCU in der Bayernliga spielt. Also schaute ich bei einer Trainingseinheit vorbei und fragte den Trainer, ob ich mit trainieren dürfe. Der meinte nur: ‚So läuft das bei uns nicht.‘ Er empfahl mir stattdessen, am nächsten Tag wieder zu kommen, um mit der zweiten Mannschaft zu trainieren. Ich bedankte mich, sagte ‚Okay‘ und ging. Da rief er mir hinterher und fragte mich, wo ich denn schon überall gespielt hätte. Am nächsten Tag durfte ich dann mit trainieren – bei der ersten Mannschaft (lacht)."

Inzwischen stehen 69 Länderspiele in Ihrem Steckbrief. Machen Sie die 100er-Marke voll?
Büchel: "Das ist ein langer Weg. Um dieses Ziel zu erreichen, muss vieles passen. Pro Jahr schafft man in der Regel nicht mehr als eine Handvoll Länderspiele. Vorausgesetzt man bleibt gesund und verletzungsfrei. Ich möchte einfach solange spielen, wie es geht. Aber klar, die Zahl 100 ist schon eine magische Grenze."

Mit dem Nationalteam haben Sie gegen halb Europa gespielt. Welche Partien sind Ihnen in besonderer Erinnerung?
Büchel: "Am Schönsten war es natürlich immer dann, wenn wir etwas geholt haben. Legendär ist zum Beispiel das 2:2-Unentschieden gegen Portugal 2004, das Cristiano Ronaldo und Luis Figo dabei hatte. Aber auch die Spiele in Schottland, Nordirland oder Schweden waren stimmungsmäßig absolute Highlights. Unvergessen ist die Partie gegen Österreich, als wir im Ernst-Happel-Stadion vor 50000 Zuschauern gespielt haben. Für Gänsehaut sorgte auch Gigi Buffon bei der italienischen Nationalhymne. Er sang mit Abstand am lautesten! (lacht)."
Welcher Gegenspieler war bislang der beste?
Büchel: "Da waren viele, viele Weltklasse-Fußballer dabei. Bis auf Lionel Messi habe ich gegen die besten der Welt gespielt. Ibrahimovic, Ronaldo, Giggs, Bale – das sind alles unfassbar talentierte Kicker. Mein Lieblingsspieler ist Andres Iniesta. Gegen ihn zu spielen, war schon etwas Besonderes. Nebenbei bemerkt ist mir bewusst, dass es ein echtes Privileg ist, gegen diese großen Spieler antreten zu dürfen."

Das ganze Interview, geführt von Felix Drexler, lesen Sie in der Samstagsausgabe der Heimatzeitung.












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV 1860 München
36
87:27
83
2.
FC Bayern München II
36
84:41
74
3.
1. FC Schweinfurt 05
36
79:52
68
4.
VfR Garching
36
67:67
56
5.
1. FC Nürnberg II
36
70:61
55
6.
FC Ingolstadt II
36
68:57
53
7.
VfB Eichstätt
36
55:56
52
8.
FC Augsburg II
36
55:44
50
9.
SV Wacker Burghausen
36
53:49
50
10.
FV Illertissen
36
50:50
49
11.
SV Schalding-Heining
36
59:72
49
12.
TSV Buchbach
36
50:56
46
13.
Spvgg Greuther Fürth II
36
44:51
46
14.
FC Pipinsried
36
43:62
44
15.
TSV 1860 Rosenheim
36
43:55
41
16.
FC Memmingen
36
47:58
39
17.
Spvgg Bayreuth
36
53:79
38
18.
SV Seligenporten
36
39:58
36
19.
FC Unterföhring
36
36:87
20




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