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01.10.2013 | 17:28 Uhr

"Unsinn – Frust – Missgeburt": Fans und Clubs fällen vernichtendes Urteil über Landesliga Südost

von Sebastian Lippert

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Heißes Eisen angefasst: Thomas Fuchs erntet für seine Kritik an der unattraktiven Landesliga Südost viel Zustimmung.  − Foto: Lakota

Heißes Eisen angefasst: Thomas Fuchs erntet für seine Kritik an der unattraktiven Landesliga Südost viel Zustimmung.  − Foto: Lakota

Heißes Eisen angefasst: Thomas Fuchs erntet für seine Kritik an der unattraktiven Landesliga Südost viel Zustimmung.  − Foto: Lakota


Thomas Fuchs, Trainer und 2. Vorstand von Landesligist 1. FC Passau, erntet für seine Kritik an der vor Jahresfrist neu eingeführten Landesliga Südost breite Zustimmung– nicht nur von betroffenen Klubs, sondern auch von vielen Fußballfans aus Ostbayern. In einer Umfrage auf heimatsport.de stimmen fast drei Viertel der User den Worten des gebürtigen Mauthers zu. "Diese Liga kann man sich schenken", sagt Fuchs. Knapp 71 Prozent der über 400 abgegebenen Stimmen (Zeitpunkt Dienstag, 14.30 Uhr) stehen hinter dem FC-Trainer: "Die Landesliga ist in dieser Konstellation unattraktiv."

Werner Gebel, Vorstand der Spvgg Plattling – und mit dieser letzte Saison aus der Landesliga abgestiegen – formuliert es noch viel drastischer: "Alle Achtung vor Herrn Fuchs, dass er dieses heiße Eisen in die Hand nahm. Ich trau mich das gar nicht sagen, aber diese Landesliga ist eine Totgeburt, eine Missgeburt. Das ist der größte Unsinn der ihnen eingefallen ist. Ich bin froh, dass wieder darüber gesprochen wird." Gebel setzt allerdings wenig Hoffnung in das neuerliche Aufbegehren: "Ich erwarte mir erst einmal nichts, denn den Klubs aus Oberbayern mit all ihren Sponsoren ist doch egal, wohin die fahren. Wenn sich aus der Diskussion aber eine Initiative ergibt oder man sich mal zusammensetzt, bin ich sofort bereit dazu."

"Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag", ärgert sich Fuchs und fordert die Rückkehr zur kostenmäßig überschaubareren Bezirksoberliga (PNP berichtete). Gebel sieht das genauso und rechnet grob vor: "Im letzten Jahr hatten wir 4000 Euro an Fahrtkosten an die Spieler zu bezahlen. Bei dem geringen Zuschauerzuspruch zu den meisten Partien kann man im Durchschnitt circa 400 Euro weniger Einnahmen pro Heimspiel sprechen. Auf 16 Spiele sind das 6400 Euro, die dem Verein entgehen. Das ist verheerend und gefährdet die Existenz von Klubs, die sich über Mitglieder und Zuschauer finanzieren."

Auch Andreas Tautz, Sportlicher Leiter der TuS Pfarrkirchen, hält es mit Fuchs und Gebel. "Im Verein sind wir diesbezüglich auf einer Wellenlänge mit Thomas Fuchs." Vor allem auswärts sei die Situation "drastisch", sagt Tautz und führt aus: "Beim Spiel in Markt Schwaben waren vielleicht 50 Zuschauer vor Ort – und 30 davon kamen von uns mit. Nach dem Aufstieg ist natürlich Neugier und Euphorie da – aber die weicht mehr und mehr der Ernüchterung. Ich kann mich erinnern, dass wir nach der Niederlage in Dachau eine ‚Frusthalbe‘ getrunken hatten. Die Wirtin hat uns zwei, drei Maß geschenkt, weil dort sowieso immer alle gleich heimfahren würden – falls überhaupt mal jemand kommt."

Der SV Hebertsfelden und der TSV Waldkirchen haben sich mit der Situation "abgefunden". Man müsse das akzeptieren, wenn man sportlich vorwärts kommen wolle, so Waldkirchens Sportlicher Leiter Fabian Bauer.

Mehr zum Thema lesen Sie im Sportteil der Mittwochsausgabe Ihrer Passauer Neuen Presse.












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
SV Türkgügü-Ataspor München
34
88:40
78
2.
SE Freising
34
81:32
73
3.
FC Deisenhofen
34
65:41
60
4.
Spvgg Landshut
34
58:43
60
5.
TuS Geretsried
34
61:63
52
6.
FC Töging
34
45:60
51
7.
ASV Dachau
34
66:58
46
8.
VfB Hallbergmoos
34
57:59
45
9.
TuS Pfarrkirchen
34
40:46
45
10.
SV Erlbach
34
46:38
43
11.
TSV Grünwald
34
56:68
42
12.
TSV Kastl
34
50:55
41
13.
TSV Neuried
34
51:64
39
14.
SB-DJK Rosenheim
34
43:53
38
15.
ESV Freilassing
34
74:81
38
16.
TSV Moosach/Grafing
34
54:83
37
17.
SV Manching
34
40:68
34
18.
TV Aiglsbach
34
55:78
32




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