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19.05.2017  |  10:11 Uhr

Dunkle Wolken über Deggendorf: Der Abstieg droht und das Konzept 2020 ist gescheitert

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Jugend-Riege: Christian Weigl (r.) steht als Interims-Coach vielen jungen Fußballern des Bezirksligisten Spvgg GW Deggendorf vor, am letzten Spieltag gegen Titel-Kandidat FC Ergolding kann die Spvgg vielleicht noch die Relegation abwenden. Für den Trainer geht’s nach der Spielzeit wieder zum GW-Nachwuchs zurück, als Coach der U17-Landesliga-Mannschaft – Martin Wimber übernimmt die Senioren. − Foto: Helmut Müller

Jugend-Riege: Christian Weigl (r.) steht als Interims-Coach vielen jungen Fußballern des Bezirksligisten Spvgg GW Deggendorf vor, am letzten Spieltag gegen Titel-Kandidat FC Ergolding kann die Spvgg vielleicht noch die Relegation abwenden. Für den Trainer geht’s nach der Spielzeit wieder zum GW-Nachwuchs zurück, als Coach der U17-Landesliga-Mannschaft – Martin Wimber übernimmt die Senioren. − Foto: Helmut Müller

Jugend-Riege: Christian Weigl (r.) steht als Interims-Coach vielen jungen Fußballern des Bezirksligisten Spvgg GW Deggendorf vor, am letzten Spieltag gegen Titel-Kandidat FC Ergolding kann die Spvgg vielleicht noch die Relegation abwenden. Für den Trainer geht’s nach der Spielzeit wieder zum GW-Nachwuchs zurück, als Coach der U17-Landesliga-Mannschaft – Martin Wimber übernimmt die Senioren. − Foto: Helmut Müller


Den denkbar schwersten Gegner vor der Brust und die schwierigste Ausgangslage aller Beteiligten im Genick: Vorm letzten Spieltag in der Bezirksliga West sieht es ziemlich duster bis unmöglich aus, was die Chancen der Spvgg GW Deggendorf auf den direkten Klassenerhalt angeht – da haben die direkten Konkurrenten Plattling (bei der gesicherten Spvgg Mariaposching) und Schierling (gegen Fix-Absteiger Steinach) im Tabellenkeller deutlich bessere Papiere.

Dennoch wirft der junge Interimscoach Christian Weigl (33), vier Spieltage vor Schluss für den ebenso ambitionierten wie glücklosen Marco Dellnitz vom Juniorentrainer zum Chefcoach "befördert", vor der alles entscheidenden Partie am Samstag gegen Titel-Anwärter FC Ergolding die Flinte längst noch nicht ins Korn: "Nach aktuellem Stand ist es noch möglich, der Relegation zu entgehen." Sollte es mit der direkten Rettung nicht klappen, sieht Weigl die Relegationsspiele als Bewährungschance und Charaktertest für seine junge Truppe.

Herr Weigl, Hand aufs Herz, warum tun Sie sich diesen Stress eigentlich an, vor den letzten vier Saisonspielen einen abstiegsgefährdeten Bezirksligisten zu übernehmen?
Weigl: "Jeder weiß, dass in Deggendorf hervorragende Jugendarbeit geleistet wird. Auch die 1. Mannschaft besteht überwiegend aus Eigengewächsen, die den Großteil ihrer bisherigen Karriere im Nachwuchsbereich der Spvgg GW Deggendorf verbracht haben und dabei viele Erfolge feiern durften. Mein Ziel ist es, mit diesen jungen Spielern einen versöhnlichen Saisonabschluss und damit verbunden den Klassenerhalt zu erreichen. Das ist heuer als Erfolg zu sehen. Dieses Ziel sollten auch die Spieler haben, damit auch in Zukunft erfolgreicher Fußball in Deggendorf gezeigt und weiterhin dieser enorme Aufwand im Jugendbereich betrieben werden kann."

Gefällt Ihnen diese Rolle als Feuerwehrmann?
Weigl: "Ich sehe mich nicht als Feuerwehrmann. Die Situation ist vielmehr als schwierige Aufgabe und Herausforderung zu sehen. Wenn wir alles geben, werden wir erfolgreich sein. Sollte es nicht reichen, wissen wir alle, dass wohl einiges nicht ganz richtig gelaufen ist in dieser Saison."

Als Jugendcoach darf man Sie als erfolgreichen Trainer der Spvgg GW Deggendorf bezeichnen, was sind denn für Sie die größten Unterschiede zwischen Junioren und Senioren?
Weigl: "Für mich gibt es keinen Unterschied. Grundlage für ein funktionierendes Team ist der Zusammenhalt und der unermüdliche Einsatz jedes einzelnen Spielers. Das klappt im Jugendbereich hervorragend. Mittlerweile hat sich das in ganz Ostbayern rumgesprochen und die besten Talente kommen von selbst und wollen in unserem Team spielen. Die Auswahl ist dadurch enorm. "

Fußball ist eine komplexe Angelegenheit, auch wenn es Franz Beckenbauer mal einfach auf den Punkt brachte: "Geht’s raus und spielt‘s Fußball". Warum bringt es die Spvgg in dieser Saison nicht auf den grünen Rasen oder anders gefragt: Wo liegen für Sie die Gründe für den Saisonverlauf?
Weigl: "Das, was ich mir in den vergangenen Jahren mit meiner Jugendmannschaft aufgebaut habe, jetzt innerhalb vier Wochen auf die 1. Mannschaft zu übertragen, ist enorm schwierig. Ein Zusammenhalt ist faktisch nicht gegeben, dazu ist in den vergangenen Monaten zu viel passiert. Wenn sich die Spieler in den kommenden Wochen nicht zusammenraufen, werden wir es nicht schaffen."
Vor gut zwei Jahren hat Ex-Mediendirektor David Schell und der Ex-Cheftrainer Marco Dellnitz groß ein "Konzept 2020" der Spvgg GW Deggendorf präsentiert? Standen Sie voll und ganz hinter diesen Ideen, die ja auch vorsahen, dass Deggendorf irgendwann einmal in der Regionalliga spielt?
Weigl: "Das Konzept 2020 war gut, jedoch ehrenamtlich kaum zeitlich realisierbar. David Schell und vor allem Marco Dellnitz haben im Verein alles gegeben, diese Ideen umzusetzen. Wie man heute sagen kann, ist das Konzept 2020 gescheitert. Nach der Saison gilt es, sich zu sammeln und einen neuen Weg einzuschlagen."

Als Sie das Trainer-Amt übernommen haben, hat Sportlicher Leiter Andreas Schäfer gesagt, dass Grün-Weiß aus den restlichen vier Spielen noch mindestens sechs Punkte holen muss, um der Relegation zu entgehen. Das ist bei einem Remis und zwei Niederlagen faktisch nicht mehr möglich, ist die Relegation also schon in den Köpfen drin? Weigl: "Fakt ist die Tabelle. Und nach aktuellem Stand ist es noch möglich, der Relegation zu entgehen. Natürlich haben wir die wohl schwierigste Aufgabe der drei beteiligten Mannschaften. Mal schaun, was die Tabelle nach diesem Wochenende sagt."

Fight um die Relegation:

12. Spvgg Plattling (30 Punkte): Spvgg Mariaposching (A).
13. TV Schierling (30): ASV Steinach (H).
14. Spvgg GW Deggendorf (29): FC Ergolding (H).

Momentan steht Plattling auf dem ersten Nichtabstiegsplatz wegen des besseren direkten Vergleichs gegenüber des TV Schierling. Dies ändert sich nicht, wenn beide Mannschaften am letzten Spieltag dasselbe Ergebnis erzielen. Sollten Plattling und Schierling verlieren und Deggendorf einen Punkt holen, wären alle drei Mannschaften punktgleich. Die zu bildende Sondertabelle ergäbe folgendes Bild:

1. Plattling– 4 – 7:2 – 9
2. Deggendorf – 4 – 5:2 – 6
3. Schierling – 4 – 2:10 – 4

Retten kann sich die Spvgg GW Deggendorf demnach nur, wenn zu Hause ein Sieg gegen Ergolding gelingt und beide anderen Teams nicht gewinnen.‚

Das Gespräch führte Michael Witte












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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
ASCK Simbach/Inn
30
64:32
59
2.
VfB Straubing
30
60:42
59
3.
TV Geiselhöring
30
66:46
49
4.
FC Dingolfing
30
55:45
46
5.
FC Ergolding
30
41:31
45
6.
TSV Vilsbiburg
30
50:47
41
7.
ASV Degernbach
30
41:44
40
8.
TSV Langquaid
30
50:52
40
9.
TSV Abensberg
30
47:65
38
10.
SV Neufraunhofen
30
35:45
38
11.
ATSV Kelheim
30
32:38
37
12.
TSV Velden
30
46:58
36
13.
DJK-SV Altdorf
30
43:53
35
14.
SV Hebertsfelden
30
38:48
34
15.
TSV Gangkofen
30
43:54
34
16.
SC Kirchroth
30
38:49
32




Starten optimistisch ins zweite Bezirksliga-Jahr: Der SV Perlesreut mit den beiden Abteilungsleitern Andreas Spitzenberger (hintere Reihe von links), Maximilian Göttl sowie den Neuzugängen Dominic Obergroßberger, Fabian Stadler, Dominik Stadler, Sebastian Absmeier, Co-Trainer Matthias Url und Neu-Coach Georg Süß. Vordere Reihe von links: Damian Fruth, Sebastian Gruber, Manuel Lawall, Lukas Fuchs, Simon Ilg. − Foto: SV Perlesreut

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