
"Ich gönne den Fürstenzellern wirklich alles, aber in dem Fall müssen wir erst an uns denken", macht Hutthurms Coach Roland Hackl vor dem Duell gegen seinen Ex-Verein klar. − Foto: Binder/rogerimages.de
"Ich gönne den Fürstenzellern wirklich alles, aber in dem Fall müssen wir erst an uns denken", macht Hutthurms Coach Roland Hackl vor dem Duell gegen seinen Ex-Verein klar. − Foto: Binder/rogerimages.de
Die ersten vier Runden hat in der Fußball-Bezirksliga Ost nur die Spvgg Lam "ohne Kratzer" überstanden. Dahinter mit jeweils einem Remis als Schönheitsfleck Vorjahresmeister SV Schalding II und überraschend der TSV Grafenau. Einige Etablierte hinken hinterher und sehen sich am Wochenende schon erheblich unter Druck.
Dazu gehört zweifelsohne der SV Hutthurm. Das 0:4-Debakel bei der bis dato punktelosen DJK Neßlbach war natürlich auch für Trainer Roland Hackl eine einzige Enttäuschung: "Das war in allen Mannschaftsteilen viel, viel zu wenig und in der Defensive eine Katastrophe", fasst der Coach kurz zusammen. Er hat während der Woche versucht, an den Defiziten zu feilen, und erwartet am Samstag eine ganz klare Steigerung. Für Hackl ist das Match gegen den FC Fürstenzell ein ganz besonderes. Er hat den FCF in die Bezirksliga geführt, wohnt in Fürstenzell und ist dem Verein nach wie vor sehr verbunden. "Ich gönne den Fürstenzellern wirklich alles, aber in dem Fall müssen wir erst an uns denken", macht er klar.

Dem verletzten Freyunger Florian Blumauer (v. r.) droht eine längere Pause. Seine Teamkollegen um Kapitän Tobi und Torwart Xaver Irlesberger sind gegen Miltach favorisiert. − Foto: Lautscham
Dem verletzten Freyunger Florian Blumauer (v. r.) droht eine längere Pause. Seine Teamkollegen um Kapitän Tobi und Torwart Xaver Irlesberger sind gegen Miltach favorisiert. − Foto: Lautscham
Die Fürstenzeller haben mit dem Einzug ins Totopokal-Kreisfinale durch das 3:2 in Aunkirchen das erste Erfolgserlebnis der Saison gefeiert. Trainer Thomas Schreiner hofft nun, dass dies seine Mannen beflügelt und es endlich zu einer Punktegutschrift reicht.
Derartige Nöte plagen den SV Schalding nicht. Der Titelverteidiger ist trotz des jüngsten 3:3 in Zwiesel noch bestens "im Geschäft". "Ein 3:3 auswärts ist kein Beinbruch", bestätigt SVS-Coach Falk Zschiedrich. Längst wird seine nach wie vor junge Truppe nicht mehr als Überraschungsteam gesehen. "Aber wir müssen auch nicht auf Teufel komm raus Meister werden." Vorne etablieren wolle man sich dennoch. Und schönen Fußball spielen. Darum freut sich Zschiedrich auf jedes Spiel neu. "Ich hoffe, dass die Tittlinger ebenso offensiven Fußball spielen wollen wie wir."
Die Schaldinger treffen auf jeden Fall auf einen neu formierten FC Tittling − und einen neu motivierten. Der erste Sieg (2:1 gegen Prackenbach) hat den Dreiburgenländern vermittelt: "Wir können auch gegen vordere Mannschaften bestehen", sagt Spielertrainer Stefan Binder. "Zuletzt waren wir immer knapp dran, jetzt hat's geklappt." Er selbst musste die zweite Halbzeit von draußen verfolgen, der von einem früheren Bänderriss lädierte Knöchel wollte nicht mehr. "Es ist schon ein Vorteil, das Spiel von draußen zu sehen", meint der Ex-Profi, "andererseits möchte ich auch noch gerne mitspielen. Es ist eine Gratwanderung."
In Schalding muss er auf jeden Fall Torsten Bauer und Daniel Kölbl ersetzen, Stefan Seidls und seine eigene Nominierung ist noch nicht sicher. "Wir müssen wieder improvisieren", sagt Binder, er geht das Duell beim Meister aber durchaus zuversichtlich an: "Auswärts sind wir etwas stärker als daheim. Wir wollen auf jeden Fall punkten."
Das möchte auch der FC Salzweg, dem nach dem 1:2 gegen Hauzenberg ein Abgleiten in die hintere Tabellenregion droht. Ungünstig, dass da ausgerechnet der TSV Mauth auftaucht, der sich mit dem ersten Sieg (1:0 gegen Regen) "puschte". Freilich könnte auch das Team von Coach Axel Dichtl Auftrieb erfahren: Der zum Wochenanfang in Hauzenberg "abgedankte" Stefan Holzinger ist ab sofort im FC-Aufgebot.
Beim Gegner, der Elf von Sepp Gsödl, ist der größte Druck weg. Die überwiegend junge Elf hat sich mit dem hart erkämpften 1:0-Sieg gegen Regen ein wenig Luft verschafft. Was auffällt, ist das gute Spielverständnis zwischen jungen Akteuren und Routiniers. Im Angriff ergänzen sich Robert Süß und der talentierte Christian Fuchs bestens, in der Abwehr bilden Eiler und der junge Lukas Schneider ein solches Tandem. "Die Mannschaft hat gewusst, worum es geht", lobte der Trainer, der jetzt in Salzweg mit einem Punkt spekuliert. Die personelle Situation entspannt sich weiter, nachdem Andi Baar und wohl auch Fritz Gibis wieder zur Verfügung stehen dürften. Gsödl weiß natürlich, dennoch dass "wir uns in dieser Saison jeden Punkt hart erkämpfen müssen".
Den Hauzenbergern hat der zweite Saisonsieg sichtbar gut getan. Er war umso wichtiger im Hinblick auf das kommende Heimspiel − am Samstag gastiert Spitzenreiter Spvgg Lam mit strahlend "weißer Weste". Die Osser-Kicker haben unlängst die Partie in Bernried (3:2) nach 0:2-Rückstand gedreht und bestechen in erster Linie als Mannschaft. Diese Qualität fehlt der Behringer-Truppe, die hinsichtlich individueller Klasse zweifellos Vorteile einbringt. Das muss aber nicht immer entscheidend sein.
In Grafenau muss man sich nichts einreden − die Fakten sprechen ganz einfach für sich und besagten, dass die junge Elf des TSV nach vier Spielen ungeschlagen Tabellendritter ist, gleichauf mit dem Zweiten. Doch weniger dass, sondern eher wie die Siege in den drei zurückliegenden Partien herausgespielt wurden, nötigt Respekt ab. Sicher waren Neßlbach (immerhin hat aber dort Hutthurm zuletzt 0:4 verloren), Fürstenzell und Miltach keine Übermannschaften, aber sehr viel stärker ist auch der SC Zwiesel nicht einzuschätzen, der an diesem Samstag in Grafenau gastiert. Können die Hausherren, bei denen Kapitän Alex Adam wohl wieder an Bord ist, ihre zuletzt gezeigten Leistungen bestätigten, müssen die Punkte auf der Galgenau bleiben, wenngleich die Gäste aus Zwiesel auf ihr starkes Spiel gegen Schalding II (3:3) verweisen.
Nach drei Siegen in Serie erwartet man beim TV Freyung, dass dieser Lauf auch im Heimspiel gegen Miltach fortgesetzt wird. Auch TM-Trainer Jürgen Wachtveitl hat sich schon unmittelbar nach dem Fürstenzell-Spiel mit dem nächsten Gegner beschäftigt und festgestellt, dass"Miltach − zumindest gemessen an den Ergebnissen in den ersten Saisonspielen − keine Übermannschaft ist". Die Oberwaldler haben nichts mehr mit ihren Teams aus besseren Vereinszeiten zu tun. "Auch wenn wir in letzter Zeit zu Hause einiges schuldig blieben, bin ich überzeugt, dass wir gegen Miltach nachlegen werden", so Wachtveitl, der auch aus der taktischen Marschroute kein Geheimnis macht: "Wenn wir so wie in Fürstenzell aus einer gesicherten Abwehr heraus über das starke Mittelfeld spielen und die Stürmer ihre Chancen nutzen, dann werden wir einen weiteren Sieg hinzufügen".
Fehlen wird − nicht nur in diesem Spiel, sondern länger − Florian Blumauer, der zu Wochenbeginn operiert wurde. Er hatte sich im Derby in Mauth ausgerechnet bei einem Zusammenprall mit seinem Cousin Josef Lenz schwer verletzt. Wie der Betroffene bestätigt, war das Außenband "fast durch" und das vordere Kreuzband angerissen. Der junge TVler spricht im übrigen von einem unglücklichen Zusammenprall und macht seinem Cousin keinerlei Vorwurf.
Bezirksliga Ost am Samstag, 15 Uhr: Regen − Neßlbach; 17 Uhr: Hauzenberg − Lam, Freyung − Miltach, Grafenau − Zwiesel, Salzweg − Mauth, Hutthurm − Fürstenzell; Sonntag, 17 Uhr: SV Schalding II − Tittling, Prackenbach − Bernried.
| Pl. | Mannschaft | Sp. | Torverh. | Punkte |
|---|---|---|---|---|
1. |
Spvgg Lam |
28 |
51:26 |
57 |
2. |
FC Sturm Hauzenberg |
28 |
65:33 |
52 |
3. |
SV Schalding-Heining II |
28 |
59:43 |
51 |
4. |
TV Freyung |
28 |
59:41 |
47 |
5. |
FC Tittling |
28 |
52:39 |
45 |
6. |
TSV Grafenau |
28 |
54:44 |
45 |
7. |
SV Hutthurm |
28 |
41:39 |
40 |
8. |
FC Salzweg |
28 |
41:42 |
40 |
9. |
TSV Mauth |
28 |
36:41 |
40 |
10. |
TSV Regen |
28 |
54:50 |
39 |
11. |
SC Zwiesel |
28 |
70:68 |
36 |
12. |
DJK Neßlbach |
28 |
38:44 |
35 |
13. |
FC Fürstenzell |
28 |
45:60 |
32 |
14. |
SV Bernried |
28 |
49:63 |
31 |
15. |
SV Prackenbach |
28 |
43:50 |
30 |
16. |
1. FC Miltach |
28 |
18:92 |
4 |
| TTV Vilshofen e.V. |
|
|
|---|---|---|
| Mannschaften: | 7 | |
| Mitglieder: | 150 | |
| Spvgg Teisnach 1924 e.V. |
|
|
|---|---|---|
| Mannschaften: | 7 | |
| Mitglieder: | 310 | |
| FC Tittling |
|
|
|---|---|---|
| Mannschaften: | 3 | |
| Mitglieder: | 600 | |
|
Johannes Trager
(15)
geb. 21.06.1997 TSV Massing 08 e.V. |
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|---|
|
Christoph Vetter
(16)
geb. 01.10.1996 TSV Massing 08 e.V. |
|
|---|
|
Andreas Ritthaler
(16)
geb. 29.03.1997 TSV Massing 08 e.V. |
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