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13.07.2017  |  11:30 Uhr

Von der Regionalliga in die Bezirksliga: Warum Stürmer Michael Pillmeier neue Wege geht

von Andreas Lakota

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"Ich mag den 1. FC Passau", sagt Michael Pillmeier über seinen neuen Verein. − Foto: Andreas Lakota

"Ich mag den 1. FC Passau", sagt Michael Pillmeier über seinen neuen Verein. − Foto: Andreas Lakota

"Ich mag den 1. FC Passau", sagt Michael Pillmeier über seinen neuen Verein. − Foto: Andreas Lakota


Es ist immer die gleiche Frage. Michael Pillmeier (28) hat sie schon unzählige Male gehört. Auf der Straße. In der Arbeit. Und natürlich auf dem Fußballplatz. Zuletzt hat ihn sein Gegenspieler angesprochen. Also: Warum wechselt man im besten Fußballeralter von der Regionalliga zurück in die Bezirksliga? Michael Pillmeier muss lachen, er hat schließlich schon darauf gewartet. "Gut", sagt er dann, "ich werde versuchen, es zu erklären".

Seit vielen Jahren ist Michael Pillmeier eines der bekanntesten Fußballergesichter in der Region. Weil er oft im Fokus steht, weil er Tore schießt. 48 Mal versenkt er den Ball in den letzten vier Jahren im gegnerischen Tor, in der Regionalliga Bayern wohlgemerkt. Pillmeier ist beim SV Schalding Stammspieler, Leistungsträger, Vizekapitän. Vier Mal in Folge schafft er mit dem SVS den Klassenerhalt im bayerischen Amateuroberhaus, in der Vorsaison steuert er zwölf Treffer und sechs Vorlagen bei. Und dann? Sagt Pillmeier Servus. Nach acht Jahren am Reuthinger Weg wechselt er – wie seine Mitspieler Maxi Huber, Benedikt Buchinger und Fabian Wiesmaier – ausgerechnet zum Lokalrivalen 1.FC Passau. In die Bezirksliga. Drei Klassen tiefer. Warum?

"Ich war im Kopf müde vom Abstiegskampf. Ich wollte einfach wieder mehr Spaß haben am Fußballspielen, mehr Lockerheit, weniger Druck", sagt Pillmeier. Dann erzählt er von den Erlebnissen mit Schalding, als es Jahr für Jahr ums sportliche Überleben ging. "Nach dem Winter weißt du schon, dass es nicht lustig wird in den folgenden Wochen. Der Druck wird immer größer, die Stimmung in der Mannschaft ist angespannt." Ihn habe das mehr und mehr belastet, sagt Pillmeier. Hinzu kam die Kritik von außen, von den Zuschauern. Und natürlich die hohen Ansprüche an die eigene Leistung. "Das alles zehrt schon an den Kräften."

Die ersten Jahre macht der Reiz der Regionalliga vieles wett. "Aber das geht mit der Zeit auch etwas verloren", sagt Pillmeier. Am Ende dieser Saison trifft er eine Entscheidung. Gegen Schalding, gegen den erneuten Abstiegskampf. Und für eine neue Aufgabe.

Früher träumt Michael Pillmeier vom Profi-Geschäft. Als vor zwei Jahren Drittligist Würzburg anklopft, steht er vor der Entscheidung. Risiko? Oder berufliche Sicherheit im Familienbetrieb? "Ich war ja schon in einem gewissen Alter und hätte mein Leben komplett umkrempeln müssen." Das will Pillmeier nicht. "Beruflich werde ich ja auch gebraucht im Betrieb und außerdem ist auch meine Freundin hier in Passau." Er sagt ab, begräbt seine Träume vom Abenteuer Profifußball. Damit geht dem Angreifer aber auch ein Stück weit der Antrieb verloren, der Motivations-Motor stottert. "Irgendwann habe ich mich dann gefragt, was ich jetzt als Fußballer noch erreichen will. Und dann bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich wieder mehr Spaß haben möchte und nicht mehr diesen enormen Aufwand betreiben will."

Als ihm der 1.FC Passau seine ehrgeizigen Pläne vorstellt, ist Pillmeier begeistert. "Wir haben eine junge, hungrige Truppe und spielen offensiven Fußball. Das freut mich natürlich besonders, denn bei Schalding waren wir ja meist sehr defensiv ausgerichtet." Sechs Tore hat Pillmeier bisher in seinen Einsätzen für den FCP erzielt, drei davon am Mittwochabend beim 11:0-Pokalsieg in Oberpolling.

Dass es in der Bezirksliga für ihn öfters auf die Socken geben könnte, macht Michael Pillmeier keine Angst. Er freut sich auf die Saison, auf viele bekannte Gesichter und jede Menge Derbys. Oft wird dabei er im Fokus stehen. Als Fußballer. Und, weil sich um seinen Wechsel wilde Gerüchte ranken. Die Rede ist von Geld, viel Geld. "Ich selbst wurde schon angesprochen, dass ich doch bei Passau 5000 Euro bekomme", erzählt Pillmeier und muss lachen. Er will die Leute reden lassen. Er kennt ja das Geschäft. Seine Geschichten. Und natürlich die Fragen ...

Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Heimatzeitung, Sport












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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
1. FC Passau
26
85:20
71
2.
Spvgg Osterhofen
26
48:23
54
3.
Spvgg Ruhmannsfelden
26
66:33
53
4.
TSV Seebach
26
46:25
48
5.
TSV Grafenau
26
55:33
42
6.
Spvgg Plattling
26
42:45
37
7.
FC Künzing
26
38:39
34
8.
SV Schalding II
26
48:50
34
9.
TV Freyung
26
41:53
32
10.
FC Salzweg
26
42:59
31
11.
SV Schöfweg
26
40:40
30
12.
SV Perlesreut
25
34:41
29
13.
FC Sturm Hauzenberg II
25
38:59
26
14.
FC-DJK Tiefenbach
26
35:52
25
15.
Spvgg Mariaposching
26
30:60
23
16.
SV Hohenau
26
25:81
9




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