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28.11.2012 | 11:46 Uhr

Tanzer spricht Klartext: Die Konsequenzen aus Schaldings Lehrstunde

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Nachdenklich nach der 0:4-Niederlage: SVS-Coach Mario Tanzer.  − Foto: Lakota

Nachdenklich nach der 0:4-Niederlage: SVS-Coach Mario Tanzer.  − Foto: Lakota

Nachdenklich nach der 0:4-Niederlage: SVS-Coach Mario Tanzer.  − Foto: Lakota


Schonungslos. Kritisch. Ehrlich. Mario Tanzer wählt klare Worte, wenn er die 0:4-Niederlage seines SV Schalding am Sonntag gegen Wacker Burghausen II analysiert. "Uns sind brutal die Grenzen aufgezeigt worden", sagt er. Und: "Wir haben überhaupt kein Land gesehen." Welche Auswirkungen die deutliche Niederlage hat, ob sie Konsequenzen nach sich zieht und welche Lehren sich ergeben − heimatsport.de hat nachgefragt.

Mario, wie fällt dein Fazit einen Tag nach dem Spiel aus?

Mario Tanzer: Was soll ich sagen? Uns wurden brutal die Grenzen aufgezeigt. Wir haben überhaupt kein Land gesehen. Ich habe schon im Vorfeld der Partie gesagt, dass es keine enge Geschichte wird, sondern sich einer deutlich durchsetzen wird − wobei ich natürlich gehofft habe, dass wir es sind.

Warum kam es anders?

Tanzer: Wacker hat einen super Tag erwischt und hatte mit Kart und Schröck zwei überragende Spieler in seinen Reihen. Das ist aber nur die eine Seite. Wir müssen uns natürlich auch selbst hinterfragen.

Und? Wie lautet die Erkenntnis?

Tanzer: Zuletzt hatten wir immer wieder mal schon zu viele Chancen zugelassen. Zum Beispiel gegen Hankofen. Aber da fehlte dem Gegner etwas die individuelle Klasse, so dass die Spiele am Ende doch für uns ausgegangen sind. Aber wenn du auf eine abgeklärte Truppe wie Wacker triffst, hast du einfach keine Chance. Und noch ein Unterschied wurde deutlich: Burghausens Spieler sind technisch top ausgebildet, immer ruhig am Ball, auch wenn sie unter Druck geraten − wir dagegen bolzen die Bälle dann zu oft einfach nach vorne. Aber gut, da kennt man natürlich auch den Unterschied mit vier Mal Training pro Woche. Auch das sollte uns zu denken geben.

In Schalding wird dreimal trainiert.

Tanzer: Ja, das sollte für diese Liga eigentlich auch ausreichen. Aber da muss ich jetzt auch mal ein paar Spieler kritisieren, denn manche denken, es würde auch mit zweimal Training gehen. Das kannst du vielleicht in der Finsterau machen, aber nicht in Schalding. Wenn es nach mir ginge, könnten wir fünfmal trainieren. Mir ist natürlich klar, dass das schwierig ist, umzusetzen. Aber Fakt ist: Wir müssen einen Zahn zulegen, wenn wir nach Höherem streben wollen. Oft sind es Kleinigkeiten die fehlen, aber die summieren sich halt.

Nach Höherem streben heißt Aufstieg − und der ist ja durchaus realistisch. Wacker II darf wohl nicht, es wird sich also auf einen Zweikampf Schalding gegen Landshut rauslaufen.

Tanzer: Das könnte tatsächlich so sein, ja. Landshut und Schalding haben sich ja schon in der Landesliga duelliert, jetzt sind beide wieder vorne dabei. Aber nur weil du in der Bayernliga vorne dabei bist, heißt das noch nicht, dass du dein Anspruchsdenken zurückschrauben kannst. Das hat uns Wacker wieder mal deutlich gezeigt. Landshut hat in Burghausen übrigens auch klar verloren.

Sogar mit 0:5.

Tanzer: Ja, deshalb ist die Niederlage für uns auch kein Beinbruch. Vielleicht kam sie auch zur richtigen Zeit und hat den ein oder anderen wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Wichtig ist, dass wir unsere Lehren daraus ziehen.

Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich ja wohl noch in diesem Jahr, am Samstag geht’s zum Abschluss daheim gegen Unterföhring.

Tanzer: Hoffentlich hält das Wetter, das Spiel wollen wir unbedingt durchziehen und dann mit einem positiven Ergebnis in die Pause gehen. Wenn wir gewinnen, hätten wir 47 Punkte − das wäre Wahnsinn. Dann hätten wir eine super Ausgangslage für das Frühjahr.

Interview: Andreas Lakota












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
TSV Rain/Lech
8
25:7
17
2.
SV Pullach
8
17:9
16
3.
ASV Neumarkt
7
14:7
15
4.
TSV Dachau
7
15:9
12
5.
TuS Holzkirchen
8
13:22
12
6.
DJK Vilzing
8
15:15
11
7.
TSV Schwaben Augsburg
6
11:7
10
8.
SV Heimstetten
7
15:15
10
9.
TSV Schwabmünchen
6
8:9
10
10.
SB Chiemgau Traunstein
7
8:11
10
11.
FC Ismaning
6
15:12
9
12.
Spvgg Hankofen-Hailing
8
15:15
9
13.
TSV Kottern
6
10:11
9
14.
TSV 1860 München II
7
9:9
8
15.
1.FC Sonthofen
7
10:13
8
16.
BCF Wolfratshausen
8
13:18
6
17.
TSV Landsberg
7
9:16
6
18.
SV Kirchanschöring
8
12:19
5
19.
TSV Kornburg
7
8:18
3




Mehrfach auszeichnen konnte sich Hauzenbergs 19-jähriger Keeper Christoph Obermüller, der hier gegen Fabian Schnabel pariert. In der Mitte Severin Hirz, rechts hinten Eralb Sinani. − Fotos: Sven Kaiser

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Es spielt das Kurorchester Bad Füssing unter der Leitung von Anna Hoppa.
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