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15.11.2012 | 06:00 Uhr

Freistoß, Kopfball, Tor − Christian Süß ist Schaldings Lebensversicherung

von Andreas Lakota

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So kennt man ihn: Christian Süß zieht mit links ab. 376 Ligaspiele und 40 Pokalpartien hat der 30-Jährige mittlerweile für Schalding bestritten.  − Foto: Lakota

So kennt man ihn: Christian Süß zieht mit links ab. 376 Ligaspiele und 40 Pokalpartien hat der 30-Jährige mittlerweile für Schalding bestritten.  − Foto: Lakota

So kennt man ihn: Christian Süß zieht mit links ab. 376 Ligaspiele und 40 Pokalpartien hat der 30-Jährige mittlerweile für Schalding bestritten.  − Foto: Lakota


Es gibt Tage, da geht einfach nichts. Wenn der Ball nicht läuft, die Zweikämpfe verloren gehen, die Pässe ins Leere fliegen. Wenn der Gegner drauf und dran ist, dir richtig eins auf die Mütze zu geben. An solchen Tagen, da haben sie beim SV Schalding immer noch eine Hoffnung. "Wartet ab", hört man Vorstand Wolfgang Wagner dann häufig sagen, "einen Freistoß kriegen wir noch. Flanke Süß, Kopfball, Tor." Klingt einfach, wirkt aber fast immer. Genauer gesagt, seit fast zwölf Jahren, denn so lange jagt Christian Süß, mittlerweile 30 Jahre alt, nun schon mit seinem linken Fuß Ecken, Freistöße und Flanken in den generischen Strafraum. Woche für Woche, Monat für Monat.

Am Samstag um 14 Uhr wird Christian Süß gegen Gersthofen im zentralen defensiven Mittelfeld wieder den kompromisslosen Abräumer geben. Zum 377 Mal (Liagaspiele) streift er sich dann das grün-weiße Trikot mit der Nummer 3 über. Nie hat er niedriger gespielt als Landesliga, nie hat er zurückgezogen, nie gekniffen. Süß ist einer, der sich in jeden Zweikampf haut − und meist als Sieger hervorgeht. Nur einmal erwischt’s ihn selbst, ein Bänderriss setzt den Linksfuß außer Gefecht. "Das war gleich in meiner zweiten Saison bei Schalding. Aber sonst war ich eigentlich nie verletzt", sagt Süß, der mit 18 Jahren von der Vilshofener A-Jugend zum SVS wechselt.

Zwei feste Größen: Christian Süß und Heinz Obser feiern den Bayernliga-Aufstieg.  − Foto: Geisler/rogerimages.de

Zwei feste Größen: Christian Süß und Heinz Obser feiern den Bayernliga-Aufstieg.  − Foto: Geisler/rogerimages.de

Zwei feste Größen: Christian Süß und Heinz Obser feiern den Bayernliga-Aufstieg.  − Foto: Geisler/rogerimages.de


Der Trainer heißt damals Fred Arbinger, im Mittelfeld zieht der geniale Bernd Sittinger die Fäden, im Sturm vollstreckt Andreas Eiler. Seitdem ist viel passiert in Schalding, unzählige Spieler, darunter der heutige Coach Mario Tanzer kommen und gehen, Trainer wie Uwe Neunsinger werden geholt und wieder entlassen, es werden Aufstiege gefeiert und ein Abstieg betrauert. "Langweilig war’s nie", sagt Süß, der in all den Jahren mit seiner bescheidenden Art nie groß für Aufsehen sorgt. Außer auf dem Rasen. Dort beackert Süß die linke Außenbahn, ehe ihn Trainer Tanzer ins zentrale defensive Mittelfeld beordert. Da oder dort − sein Stammplatz ist ebenso ungefährdet wie der von Kult-Betreuer Heinz Obser auf der Bank. Wenn Süß fit ist, dann spielt er. Und schießt die Standards.

Ein Foto aus früheren SVS-Tagen: Christian Süß ist in der mittleren Reihe der Vierte von rechts.  − Foto: Geisler

Ein Foto aus früheren SVS-Tagen: Christian Süß ist in der mittleren Reihe der Vierte von rechts.  − Foto: Geisler

Ein Foto aus früheren SVS-Tagen: Christian Süß ist in der mittleren Reihe der Vierte von rechts.  − Foto: Geisler


So wie letzten Samstag. In Hankofen erlebt Schalding wieder einmal so einen Tag, der eigentlich nicht gut enden kann. Der Gastgeber spielt klar besser, drückt und erarbeitet sich eine Chance nach der anderen. Das Tor macht aber Schalding. Freistoß Süß, Eibl ist zur Stelle, drin. Zwei weitere Male findet Christian Süß an diesem Nachmittag noch den richtigen Abnehmer für seine Standards, am Ende siegt der Bayernliga-Spitzenreiter 3:0.

Spezialisiert auf den ruhenden Ball hat sich Christian Süß schon früh. "Ich habe schon in der B-Jugend die Freistöße geschossen", erzählt er. Noch heute feilt er regelmäßig an der Technik, jede Woche segeln im Schaldinger Training die Süß-Flanken in den Sechzehner. Dort wartet meist Kumpel Florian Stecher, mit dem Christian Süß nun seit fast zwölf Jahren gemeinsam für den SVS die Knochen hinhält. Wie lange noch? "Das weiß ich noch nicht", sagt Christian Süß. "Im Winter werde ich mir Gedanken machen, wie es weitergeht. Aber ich denke schon, dass ich weitermache, denn trotz der langen Zeit habe ich noch immer viel Spaß in Schalding." Erst recht, sollten die Schaldinger tatsächlich den Aufstieg schaffen. Einen wie Süß wird der SVS für das Unternehmen Regionalliga jedenfalls dringend brauchen − denn es kommen sicher noch Tage, an denen einfach nichts gehen will ...

Mehr über Christian Süß lesen Sie in der Samstagsausgabe der Passauer Neuen Presse, Sportteil












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Dokumenten Information
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Letzte Änderung am






Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
SV Heimstetten
36
93:51
72
2.
SV Pullach
36
75:48
65
3.
TSV Rain/Lech
36
70:44
62
4.
TSV Kottern
36
59:48
60
5.
TSV Schwaben Augsburg
36
64:50
54
6.
TSV Schwabmünchen
36
52:52
53
7.
DJK Vilzing
36
65:54
52
8.
ASV Neumarkt
36
51:48
50
9.
1.FC Sonthofen
36
59:50
49
10.
TSV Dachau
36
64:52
49
11.
FC Ismaning
36
70:70
47
12.
TuS Holzkirchen
36
57:69
47
13.
Spvgg Hankofen-Hailing
36
53:66
46
14.
TSV 1860 München II
36
47:47
43
15.
SB Chiemgau Traunstein
36
49:63
41
16.
SV Kirchanschöring
36
44:51
40
17.
BCF Wolfratshausen
36
57:85
39
18.
TSV Landsberg
36
52:72
39
19.
TSV Kornburg
36
36:97
28




Starten optimistisch ins zweite Bezirksliga-Jahr: Der SV Perlesreut mit den beiden Abteilungsleitern Andreas Spitzenberger (hintere Reihe von links), Maximilian Göttl sowie den Neuzugängen Dominic Obergroßberger, Fabian Stadler, Dominik Stadler, Sebastian Absmeier, Co-Trainer Matthias Url und Neu-Coach Georg Süß. Vordere Reihe von links: Damian Fruth, Sebastian Gruber, Manuel Lawall, Lukas Fuchs, Simon Ilg. − Foto: SV Perlesreut

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