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Mercedes-Benz-Junior-Cup 2013 | 08.01.2013 | 15:21 Uhr

Robin Yalcin lässt den Glaspalast erstrahlen - und scheitert kurz vorm Ziel

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Kollektiver Jubel in rot: Die U19 des VfB Stuttgart um Robin Yalcin (l.) stürmte mit überzeugenden Siegen gegen ManU und den BVB ins Finale, scheiterte dort jedoch knapp.  − Foto: imago

Kollektiver Jubel in rot: Die U19 des VfB Stuttgart um Robin Yalcin (l.) stürmte mit überzeugenden Siegen gegen ManU und den BVB ins Finale, scheiterte dort jedoch knapp.  − Foto: imago

Kollektiver Jubel in rot: Die U19 des VfB Stuttgart um Robin Yalcin (l.) stürmte mit überzeugenden Siegen gegen ManU und den BVB ins Finale, scheiterte dort jedoch knapp.  − Foto: imago


Nur neun Meter sind es zum Tor − ein Tor, das in diesen Momenten kleiner kaum werden könnte. Robin Yalcin, Sohn des Trainers der Spvgg GW Deggendorf Barbaros Yalcin, schoss die U19 des VfB Stuttgart am Samstagabend ins Finale des 23. Mercedes Benz-Junior-Cups und trat dort als Letzter zum Neunmeter an. Yalcin scheiterte, und mit ihm die Mannschaft Ilija Aracics.

Robin Yalcin hätte der Held sein können. Am Ende jedoch blieb dem 18-Jährigen nur ein verwegener Blick zur Seite auf den Pokal, den die blau-weißen Sieger von Schalke 04 im Freudentaumel in die Höhe hievten. Zehntausend Zuschauer finden sich seit 1991 alljährlich im Sindelfinger Glaspalast ein, um die hochtalentierten Nachwuchskicker live erleben zu können, 2013 waren es an den beiden Turniertagen insgesamt 11 000 Fußballbegeisterte.

Hier gibt's das Video mit den Spielen von Robin Yalcin  

Lässt Dortmunds Torhüter keine Chance: Robin Yalcin (Nr. 8) schießt zum 1:0 ein.  − Foto: imago

Lässt Dortmunds Torhüter keine Chance: Robin Yalcin (Nr. 8) schießt zum 1:0 ein.  − Foto: imago

Lässt Dortmunds Torhüter keine Chance: Robin Yalcin (Nr. 8) schießt zum 1:0 ein.  − Foto: imago


Die Namen der Teilnehmer dieses Jahres sind ebenso klangvoll, wie vielversprechend. Ein Schaulaufen der internationalen Elite: Egal ob Manchester United, FC Kopenhagen oder Lazio Rom − alle wollten sie teilhaben. 50 Jugendnationalspieler traten diesmal in den Trikots ihrer Clubs an, allein Dinamo Zagreb stellte zehn kroatische Nationalspieler.

In der Vorrunde hielt sich die Nr. 8 der Stuttgarter mit Toren zurück, Yalcin glänzte vielmehr als Vorbereiter. Gleich in der Premierenpartie der 23. Auflage des Turniers gelang ein Sieg gegen den FC Kopenhagen (3:2). Die spätere Finalpartie gegen S04 endete in der Vorrunde ausgeglichen 1:1.

Highlight war dann Spiel 3. Niemand Geringerer als die Red Devils aus Manchester warteten auf die Schwaben. Bereit, sich mit englischer Zweikampfhärte entgegenzustellen. Daraus wurde nichts, Yalcin & Co. zerlegten die Truppe von Paul McGuiness in ihre Einzelteile und ließen sie mit einem 4:0 noch beinah glimpflich davonkommen.

Dem Vorjahressieger Mainz 05 trotzte der VfB ein 2:2 ab, zum Schluss wurde der BVB mit 5:1 abgefertigt. Zwei der fünf Treffer erzielte Robin Yalcin, u.a. das wichtige 1:0. Im Halbfinale traf man dann auf den Geheimfavoriten aus Zagreb, deren Truppe rein aus Nationalspielern bestand. Auch hier traf Yalcin, glich zum wichtigen 2:2 aus und setzte dann noch einen drauf: Als letzter Schütze verwandelte er den entscheidenden Neunmeter eiskalt. Flach. In die Mitte.

Weniger Glück hatte er dann im Duell mit Schalkes Goalie Schipmann, der Yalcins Neunmeter mit dem rechten Fuß entschärfte und den zweiten Titel für die Knappen beim Junior-Cup unter Dach und Fach brachte (6:5 n.E.).

Niemand kann sagen, wohin der Weg Robin Yalcins führt, doch für den Moment hat der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler den Sindelfinger Glaspalast erstrahlen lassen. Übrigens ebenso wie ein gewisser Mesut Özil anno 2006, der beim ersten Turniersieg des FC Schalke 04 auf dem Feld stand ...

 − Sebastian Lippert












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