von Alex Nöbauer
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Seit kurzem nur noch Stand-by-Profi: Mittelfeldspieler Thomas Leberfinger wird seit Monatsbeginn bei der Wacker-Chemie zum Industriekaufmann ausgebildet. Seine Fußballkarriere liegt damit auf Eis − vorerst zumindest. − Foto: Butzhammer
Seit kurzem nur noch Stand-by-Profi: Mittelfeldspieler Thomas Leberfinger wird seit Monatsbeginn bei der Wacker-Chemie zum Industriekaufmann ausgebildet. Seine Fußballkarriere liegt damit auf Eis − vorerst zumindest. − Foto: Butzhammer
Voller Einsatz, ein übles Foul des Gegners und das Spiel ist vorbei − möglicherweise auch die Karriere. Es gibt einige Beispiele für dieses Szenario, dieses urplötzliche Ende der Fußball-Laufbahn. Viele Profis kümmern sich schon während ihrer aktiven Zeit um eine Ausbildung oder gar einen Universitätsabschluss, um nach der Karriere etwas in der Hand zu haben.
Seit September trifft dies auch auf Wacker-Kicker Thomas Leberfinger zu, wenn auch aus anderen Gründen: "Ich hatte in der Rückrunde unter Reinhard Stumpf nicht mehr die Einsatzzeiten, wie ich sie mir vorgestellt hätte. Und da ich keine Vertragsangebote hatte, wollte ich nicht pokern und habe mich nebenbei im Wacker-Werk beworben", erzählt er. Seit 1. September ist er dort Auszubildender als Industriekaufmann, fußballtechnisch hat er beim SVW einen Amateurvertrag unterschrieben. "Momentan fühle ich mich definitiv mehr als Azubi, weil der Beruf logischerweise den Großteil des Tages bestimmt", beschreibt der defensive Mittelfeldmann. Für das Training wird er nicht freigestellt, die Ausbildung hat zurzeit "absolut Vorrang".
So ganz muss der 22-Jährige auf den Fußball aber nicht verzichten. Drei Mal in der Woche trainiert er bei Wackers Bayernliga-Mannschaft mit, für die er an den Wochenenden jetzt meist auch spielt. Bei den Profis von Coach Georgi Donkov ist er aber nur noch jeden Dienstag mit dabei. Dafür muss Leberfinger in der Arbeit extra Stunden aufbauen, wie er sagt. Das Kicken ist es ihm aber wert. "Ich freue mich immer aufs Training, auch wenn ich natürlich müde bin. Aber ich bin es nicht gewohnt, so viel zu sitzen", weshalb die Einheiten eine willkommene Abwechslung seien. Zu schaffen macht ihm auch das frühe Aufstehen, gibt er zu. "Das bin ich gar nicht mehr gewohnt", sagt er mit einem Lachen. "Jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, das hat mich anfangs schon geschlaucht und es wird wohl auch noch ein bisschen dauern, bis ich mich dran gewöhnt habe."
Doch da muss Leberfinger, der für Wacker 40 Spiele in der 3. Liga bestritten hat, jetzt zweieinhalb Jahre lang durch. So lange dauert nämlich seine Ausbildung. Danach will er, so hofft er, wieder bei den Fußballern einsteigen. Natürlich bei Burghausen, wenn möglich, denn: "Ich bin ein heimatverbundener Typ. Deswegen wäre auch ein Engagement irgendwo in der Regionalliga Nord bei Oberneuland nicht in Frage gekommen", sagt der gebürtige Rosenheimer. Da aber aus Burghausen und Umgebung nichts gekommen ist, habe er sich für den "sicheren Weg" entschieden. "Die Ausbildung ist auch gut für den Kopf", denn zuletzt habe er sich öfter viele Gedanken über seinen Vertrag gemacht. "Das zermürbt dich mit der Zeit."
Deshalb setzt der Defensivmann jetzt erstmal auf eine "grundsolide Ausbildung". Und gerade dann baut Donkov auf ihn. In den ersten sieben Spielen bis zu seiner Ausbildung stand er fünf Mal in der Startelf. "Damit habe ich nicht rechnen können", sagt Leberfinger. Bereuen tut er seine Entscheidung dennoch nicht. "Ein Spiel später haut dir möglicherweise jemand den Fuß weg." Und die Karriere wäre urplötzlich vorbei.
| Pl. | Mannschaft | Sp. | Torverh. | Punkte |
|---|---|---|---|---|
1. |
Karlsruher SC |
38 |
69:27 |
79 |
2. |
Arminia Bielefeld |
38 |
59:32 |
76 |
3. |
VfL Osnabrück |
38 |
64:35 |
73 |
4. |
1. FC Heidenheim |
38 |
69:47 |
72 |
5. |
Preußen Münster |
38 |
63:33 |
72 |
6. |
Chemnitzer FC |
38 |
56:47 |
55 |
7. |
Spvgg Unterhaching |
38 |
48:55 |
51 |
8. |
SV Wehen Wiesbaden |
38 |
51:51 |
51 |
9. |
SV Wacker Burghausen |
38 |
45:45 |
51 |
10. |
Hallescher FC |
38 |
37:50 |
46 |
11. |
1. FC Saarbrücken |
38 |
52:62 |
45 |
12. |
Hansa Rostock |
38 |
39:52 |
44 |
13. |
Rot-Weiß Erfurt |
38 |
44:58 |
44 |
14. |
VfB Stuttgart II |
38 |
35:42 |
43 |
15. |
Kickers Offenbach |
38 |
41:44 |
42 |
16. |
Borussia Dortmund II |
38 |
39:58 |
41 |
17. |
Stuttgarter Kickers |
38 |
39:48 |
40 |
18. |
SV Darmstadt 98 |
38 |
32:46 |
38 |
19. |
SV Babelsberg 03 |
38 |
32:54 |
37 |
20. |
Alemannia Aachen |
38 |
40:68 |
29 |
| Spvgg Teisnach 1924 e.V. |
|
|
|---|---|---|
| Mannschaften: | 7 | |
| Mitglieder: | 310 | |
| TSV 1923 Marktl |
|
|
|---|---|---|
| Mannschaften: | 6 | |
| Mitglieder: | 1200 | |
| FC Tittling |
|
|
|---|---|---|
| Mannschaften: | 3 | |
| Mitglieder: | 600 | |
|
Nina Holler
(19)
geb. 17.07.1993 FC Tittling |
|
|---|
|
Daniel Kölbl
(24)
geb. 21.01.1989 FC Tittling |
|
|---|
|
Helmut Willmerdinger
(24)
geb. 07.04.1989 FC Tittling |
|
|---|
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