von Johannes Geigenberger
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Gekämpft und doch verloren: Franziska Höllrigl (2.v.l.) beobachtet das Duell ihrer Teamkollegin Ramona Harbich mit Katharina Wohnhas; im Hintergrund Schiedsrichterin Alessa Plass. − F.: Schwarzmeier
Gekämpft und doch verloren: Franziska Höllrigl (2.v.l.) beobachtet das Duell ihrer Teamkollegin Ramona Harbich mit Katharina Wohnhas; im Hintergrund Schiedsrichterin Alessa Plass. − F.: Schwarzmeier
Pflichtspiele gegen den FC Bayern, Eintracht Frankfurt oder den 1. FC Nürnberg: Der Traum eines jeden Amateurkickers wurde für die U17-Mädels des SV Frauenbiburg wahr. Der kleine Verein aus einem Ortsteil Dingolfings qualifizierte sich mit seinem Juniorinnen-Team für die neu gegründete 1. Bundesliga. Ein Abenteuer, bei dem ein ganzes Dorf mitfiebert.
Die Euphorie ist groß: Zum Heimspiel gegen die Juniorinnen des FC Bayern kamen fast 700 Zuschauer ins Dingolfinger Isar-Wald-Stadion, wo die Mädels ihre Heimspiele austragen müssen. "Leider erfüllt unser eigener Platz in Frauenbiburg nicht die Auflagen des DFB", erklärt Abteilungsleiter Hans Strebl, der das Team seit seiner Gründung 2004 begleitet. Relativ schnell hatten sich damals Erfolge eingestellt, Frauenbiburg schaffte es bis in die Bayernliga. Letzte Saison dann das kleine Wunder: Die Mädchen schafften es auf den vierten Tabellenplatz; der Aufstieg in die neu gegründete erste Bundesliga, Staffel Süd, war damit perfekt.
Die Mädels vom SV Frauenbiburg kommen aus ganz Ostbayern, müssen also weite Strecken zum Training auf sich nehmen, das nur zwei Mal pro Woche stattfindet.Die 16-jährige Franziska Höllrigl aus Tittling etwa pendelt einfach 90 Kilometer nach Frauenbiburg. Aber Papa Manfred macht die Fahrerei gerne mit: "Wenn dein Kind so eine Chance bekommt, dann muss man sie auch nutzen. Sonst macht man sich selbst später vielleicht Vorwürfe." Auch Sabrina Eder aus Arnstorf ist einfach eine Dreiviertelstunde unterwegs. Ihre Eltern stehen ebenfalls voll hinter der 14-Jährigen – "vorausgesetzt, die Schule bleibt nicht hinten", stellt Papa Christian klar.

Die Frauenbiburger Bundesliga-Mädels mit Trainern und Verantwortlichen. − Foto: SVB
Die Frauenbiburger Bundesliga-Mädels mit Trainern und Verantwortlichen. − Foto: SVB
In der Liga läuft es für die Mädels bisher durchwachsen: Nach vier Spieltagen haben die Juniorinnen erst einen Sieg eingefahren. Absteigen werden die beiden Tabellenletzten.
Am Samstag ließ Frauenbiburg wertvolle Punkte liegen, als der schwäbische SV Alberweiler zu Gast war – ebenfalls ein kleiner Dorfverein. 1:2 verloren die Niederbayerinnen.
Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Passauer Neuen Presse, Sportteil
Bundesligakader Frauenbiburg
Baldauf Eva, Aham
Dietl Isabella, Aholfing
Eder Sabrina, Arnstorf
Fonte Elisabet, Rottenburg
Hallschmid Bianca, Landau
Harbich Ramona, Gottfrieding
Hatzl Katharina, Mengkofen
Hofmaier Eva, Metten
Höllrigl Franziska, Tittling
Horvath Chiara, Ihrlerstein
Jaich Michele, Blaibach
Johann Antonia, Mamming
Kammermayer Carola, Essenbach
Klankermayer Stefanie, Ergoldsbach
Kuczera Vanessa, Postau
Müller Ramona, Essenbach
Neubauer Stefani, Elsendorf
Staudinger Daniela, Offenberg
Utzschmid Sandra, Pleiskrichen
Wagenhuber Laura, Dingolfing
Wiesmeier Sophia, Falkenberg
Wutz Lisa, Parkstetten
Zisler Annika, Dingolfing