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Vereine



NEU: VfR Niederhausen legt Protest ein!  |  15.08.2012  |  20:00 Uhr

Skandalspiel: Umgekehrter "Thomas-Helmer-Fall" in der A-Klasse Landau

von Michael Witte

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So war’s: Der VfR Niederhausen hat die entscheidende Szene nachgestellt, zwei Spieler hängen im Tor und heben den Tornetzrahmen an, so dass der Ball unten durch rollen kann.  − Foto: Ettengruber

So war’s: Der VfR Niederhausen hat die entscheidende Szene nachgestellt, zwei Spieler hängen im Tor und heben den Tornetzrahmen an, so dass der Ball unten durch rollen kann.  − Foto: Ettengruber

So war’s: Der VfR Niederhausen hat die entscheidende Szene nachgestellt, zwei Spieler hängen im Tor und heben den Tornetzrahmen an, so dass der Ball unten durch rollen kann.  − Foto: Ettengruber


Bei diesem Spiel kochten die Emotionen über: Flaschen gingen zu Bruch, der Schiedsrichter musste das Spiel unterbrechen und Platzordner für Ruhe sorgen − und das alles in der A-Klasse Landau. Höhepunkt des Treibens zwischen dem SV Niederpöring und dem VfR Niederhausen war jedoch ein nicht anerkannter Treffer. In Minute 53 jubeln beim VfR schon alle, weil Florian Hofbauer den Ball zwei Meter vor dem Tor Richtung rechtem Pfosten köpft.

+++ LETZTE MELDUNG ++++: Der VfR Niederhausen wird Protest gegen die Wertung des Spiels SV Niederpöring-Tabertshausen − VfR Niederhausen (3:1) einlegen. Text siehe weiter unten ++++

Aber durch die Abwehr-Aktion der Verteidiger und des Niederpöringer Torwarts, der im Tornetz liegt, wird der Tornetz-Rahmen kurzfristig durch die Spannung emporgehoben, so dass der Ball unten durch rollt und hinter dem Tor liegen bleibt. Und wie entscheidet Schiedsrichter Hans-Peter Breit (52) vom FC Moos? Er gibt zum Entsetzen des VfR Abstoß − da kochen die Emotionen natürlich über.



Doch damit noch nicht genug: Beim Spielstand von 2:1 folgt eine weitere kuriose Szene. Der Niederhausener Andi Holzer läuft nach einem Doppelpass auf den Niederpöringer Libero Tomas Broz zu, zieht an diesem vorbei und wird mit einer Grätsche im Strafraum von den Beinen geholt. Jeder rechnet jetzt mit einem Elfmeter und Platzverweis für den Niederpöringer, doch SR Breit lässt weiterspielen. Im Gegenzug trifft Martin Straka zum 3:1 (77.).

Und das hat Folgen: Die VfR-Fans sind außer sich. Auf den Zuschauerbänken gehen Flaschen zu Bruch, als die Anhänger lautstark protestierten. Aber auch bei den VfR-Kickern liegen offensichtlich die Nerven blank, denn Andi Holzer geht nach einer überharten Attacke an der Auslinie mit "Rot" vom Feld. SR Breit unterbricht die Partie kurz, bis die Niederpöringer Ordner alles wieder im Griff haben. Danach ist Feierabend, ein denkwürdiges Spiel geht zu Ende.

NEU:

Doch die Partie könnte ein umgekehrter "Thomas-Helmer-Fall" werden. Denn dass der Ball im Tor landete (und dann hinten wieder herauskullerte), ist keine exklusive Niederhausener Sicht der Dinge ist, sondern bestätigten mehrere Zuschauer VfR-Pressesprecher Hans Ettengruber. Die Gegenseite vom SV Niederpöring schweigt: "Ich sage dazu nichts", so Helmut Gigl, sportlicher Leiter des SVN, "ich will nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen."

Die Niederhauser wandten sich jedenfalls an Spielgruppenleiter Konrad Stöger, der ihnen jedoch klar machte, dass ein Protest wenig Chancen auf Erfolg böte, weil es eine Tatsachen-Entscheidung des Referees war. Deswegen will man beim VfR vom Einspruch absehen: "Wir können es ja nicht per Video beweisen, außerdem kostet uns das 250 Euro", sagt Ettengruber.

Pikant an der Geschichte ums Tor, das keins sein sollte, ist allerdings, dass SR Breit für den FC Moos pfeift, sein Spielerpass am Sonntag noch beim SV Niederpöring lag. Erst gestern wechselte er zum TSV Seebach. Aber weder übers Spiel, noch ums Drumherum weiß SR-Obmann Dieter Asbeck bis dato genaueres. Am Samstag musste Asbeck nach der Absage des ursprünglich angesetzten Schiris Uli Peschl reagieren und entschied sich für Breit. Aber wenn er gewusst hätte, dass dessen Pass in Niederpöring liegt, "hätte ich ihm das Spiel nicht gegeben". Aber: "Mir sagen die Burschen ja nichts."

Indes: Asbeck wird Breit demnächst kontaktieren und mehr über das Spiel und die Umstände erfahren − "so geht’s ja nicht".

"Eigentlich geht es ja um nichts", ist sich Pressesprecher Ettengruber der Tragweite des Geschehenen bewusst. Dennoch: Der VfR Niederhausen und der SV Niederpöring sind sich nicht grün. Und das hat folgende Vorgeschichte: In der vergangenen Spielzeit setzten die Niederhausener beim Spiel um den "Bronzenen Grashalm" gegen Niederpöring einen A-Jugendlichen ein, der zuvor in der Reserve gekickt hatte. Der VfR gewann das Duell auf dem grünen Rasen, doch der SV legte Protest ein, forderte ein Ergebnis am grünen Tisch. Und den gab’s dann auch vom Sportgericht, wobei den Niederpöringern die drei Punkte zugesprochen wurden. Man mag sich also nicht – und das jüngste Duell wird wohl nicht in einer Friedensfeier münden …

Der Einspruch des VfR Niederhausen:

Verbandsspiel der A-Klasse Landau SV Niederpöring - VfR Niederhausen vom 12.08.2012

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Mühlbauer, hiermit legen wir Einspruch gegen die Wertung des o.g. Spiels gemäß §§ 34 und 38 der Spielordnung ein. In Absatz 1 des §34 steht das jedes Spiel von einem Schiedsrichter geleitet werden muss, der keinen Verein der spielenden

Mannschaften angehören darf. In § 38 unter Nichtantreten des Schiedsrichters steht unter Absatz 1b, dass wenn kein

neutraler Schiedsrichter anwesend ist, das Spiel als Verbandsspiel ausgetragen werden kann, wenn die beiden Vereine sich auf einen anerkannten, nicht neutralen Schiedsrichter einigen und dies auf den Spielberichten festhalten und von den Spielführern unterzeichen lassen. Somit kann dieses Spiel nicht als Verbandsspiel gewertet werden, da kein neutraler Schiedsrichter anwesend war und wir über die Zugehörigkeit des Schiedsrichters zum SV Niederpöring- Tabertshausen nicht informiert wurden. Während des Spiels gab es einige Vorkommnisse, die über die Neutralität des Schiedsrichters gewisse Zweifel aufkommen ließen. Eine Tätlichkeit des Torhüters des SV Niederpöring, der den Niederhauser Stürmer Bentlohner mit zwei Händen wegschubste, als der ihm einen Ball abluchsen wollte, den der Torwart vorher nicht annahm, erst als der Stürmer auf ihn zukam! Die wahrscheinlich entscheidende Szene des Spiels geschah nach ca. einer Stunde beim Spielstand von 1:0 für den SV Niederpöring. Eine Flanke von rechts wurde vom Niederhauser Mittelstürmer ins rechte Kreuzeck geköpft. Beim Abwehrversuch fielen der Niederpöringer Torhüter und noch zwei Spieler mit dem Ball ins Tornetz, für die meisten Zuschauer auf den Rängen Anlaß zu Freude oder Trauer. Als jedoch auf einmal der Ball neben dem Tor lag und der Schiedsrichter auf Abstoß plädierte konnte man keine Zweifel über die Gesinnung des "Unparteiischen" mehr haben. Ob der Ball absichtlich durch Hochheben der Netzbefestigung oder lediglich durch das Gewicht der ins Netz fallenden Spieler durchgedrückt wurde, kann nicht behauptet werden. Als dann im Gegenzug das 2:0 fiel, schien das Spiel entschieden. Doch der VfR konnte den Anschlußtreffer erzielen und stürmte weiterhin auf das Niederpöringer Gehäuse. Als nach einem schönen Spielzug Andreas Holzer auch noch den Libero des SVN umkurven wollte, von diesem aber umgegrätscht wurde, blieb die Pfeife des SR wieder stumm. Alle Proteste halfen nichts, im Gegenzug erzielte der SVN das 3:1. Provokante Posen, vor allem der tschechischen Legionäre zu den Funktionären des VfR Niederhausen werden nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Natürlich hatte sich bei den Zuschauern und auch bei den Spielern des VfR Niederhausen ein gewisser Frust breitgemacht, der natürlich durch die weiteren Entscheidungen des Schiedsrichters nicht geringer wurde. So wurde zwar Andreas Holzer nach einen harten Einsteigen gegen seinen Gegenspieler vom Schiedsrichter die rote Karte gezeigt, während der Niederpöringer Spieler der Andreas Holzer dann mit zwei Händen umschubste, großzügigerweise ungestraft davonkam. Die entsprechenden Proteste der Betreuer und auch durch mich wurde vom SR in provokanter Pose mit Ablecken seiner Lippen erwidert. Als uns dann bekannt wurde welche Verbindungen zum SVN dieser SR hat, haben wir uns entschlossen, Protest gegen die Wertung des Spiels einzulegen, weil es nicht sein kann und nicht sein darf, dass auf unseren Fußballplätzen, auf denen zumindest bei uns Spieler und Funktionäre uneigennützig und kostenlos, für das Gemeinwohl arbeiten und ihre Zeit opfern, um den Lohn ihrer Mühen gebracht werden. Ich hoffe, Sie entsprechen unseren Antrag und setzen das Spiel neu an, diesmal mit einem neutralen Schiedsrichter. Im voraus vielen Dank für Ihre Bemühungen, bei Vorlage der Meldung des Schiedsrichter werde ich zu dem FaD nochmal Stellung nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Metzner












Sicherheitscode:




Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2013
Dokument erstellt am 2012-08-13 17:27:10
Letzte Änderung am 2012-08-17 18:46:25









Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
FC Oberpöring
23
84:23
61
2.
FC Ottering
23
50:28
47
3.
SV Niederpöring
23
63:36
46
4.
TSV Eichendorf
23
54:29
44
5.
FC Gergweis II
24
63:49
43
6.
SG Höcking/Ganacker
23
53:27
38
7.
FC Reichstorf
23
35:44
33
8.
TSV Aholming
23
58:52
31
9.
VfR Niederhausen
23
42:49
23
10.
SV Großköllnbach
23
38:55
22
11.
FC Harburg
23
33:65
22
12.
FC Wallersdorf II
23
26:70
11
13.
Türk Spor Landau
23
28:100
10





FC Rinchnach FC Rinchnach
Mannschaften: 6
Mitglieder: 650

FC Tittling FC Tittling
Mannschaften: 3
Mitglieder: 600

TTV Vilshofen e.V. TTV Vilshofen e.V.
Mannschaften: 7
Mitglieder: 150

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