• pnp.de
  • regioevent.de
  • am-sonntag.de




Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





01.01.2013 | 19:47 Uhr

Schalding gegen den Schiri: Schwere gegenseitige Vorwürfe

von Andreas Lakota

Lesenswert (38) Lesenswert 31 KommentareKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Massive Proteste: Die Schaldinger Spieler Rene Huber (links) und Christian Resch (rechts) müssen von einem Betreuer zurückgehalten werden.  − Foto: Lakota

Massive Proteste: Die Schaldinger Spieler Rene Huber (links) und Christian Resch (rechts) müssen von einem Betreuer zurückgehalten werden.  − Foto: Lakota

Massive Proteste: Die Schaldinger Spieler Rene Huber (links) und Christian Resch (rechts) müssen von einem Betreuer zurückgehalten werden.  − Foto: Lakota


Die Titel sind vergeben, die Sieger wurden gefeiert und doch beschäftigt die Passauer Hallenfußball-Stadtmeisterschaft auch im neuen Jahr die Fußballszene. Vor allem die Schaldinger Bezirksliga-Fußballer können und wollen sich mit den Ereignissen des Finaltages nicht einfach so abfinden. Trainer Falk Zschiedrich und seine Jungs sind mächtig sauer auf Schiedsrichter Walter Antesberger (Dorfbach), dem sie gar "vorsätzliche Benachteiligung" unterstellen. Doch der Unparteiische wehrt sich und erhebt seinerseits schwere Vorwürfe gegen die Grün-Weißen, die ihm "massive Gewalt" angedroht hätten. Ein Rückblick:

KOMMENTAR siehe weiter unten (Seite 2) ... Es geht wie immer hoch her bei der Endrunde in der Passauer Dreifachhalle, das Duell der großen Rivalen SV Schalding und FC Passau bestimmt das Geschehen. Die Stimmung ist aufgeheizt, die Spieler, befeuert vom frenetischen Jubel der jeweiligen Fans, gehen an ihre Grenzen − und manchmal darüber hinaus. Zu üblen Fouls oder gar Tätlichkeiten lässt sich niemand hinreißen, die Schiedsrichter haben die Situation im Griff − bis zum Herren-Duell Passau I gegen Schalding II. Der Sieger steht im Finale, Hektik ist programmiert. Gleich zu Beginn der Partie schickt Walter Antesberger SVS-Keeper Sebastian Becker für zwei Minuten hinter die Bande, doch diese Entscheidung erhitzt die Gemüter kaum. Rund geht’s erst in der letzten Spielminute: Der SVS, der einen 0:2-Rückstand wettmachte, drückt − doch dann stellt Antesberger René Huber runter. Zwei Minuten Zeitstrafe, weil "er mit beiden Beinen voran in den Zweikampf geht", so die Begründung. Im SVS-Lager sieht man dies komplett anders. Huber ist außer sich, schimpft und tobt. Noch schlimmer erwischt’s wenig später Sebastian List, der Sekunden vor Schluss den Passauer Stephan Ziegler legt und von Antesberger die rote Karte unter die Nase gehalten bekommt.

Falk Zschiedrich wirft Schiedsrichter Walter Antesberger absichtliche Benachteiligung vor.  − Foto: Lakota

Falk Zschiedrich wirft Schiedsrichter Walter Antesberger absichtliche Benachteiligung vor.  − Foto: Lakota

Falk Zschiedrich wirft Schiedsrichter Walter Antesberger absichtliche Benachteiligung vor.  − Foto: Lakota


Blankes Entsetzen bei den Grün-Weißen, das schnell in wilde Proteste umschlägt. Einige SVS-Spieler können sich kaum beruhigen, müssen von Trainer und Betreuer zurückgehalten werden. "Das ist ein Foul, klar. Zwei Minuten Strafe wäre auch okay gewesen. Aber Rot ist ein totaler Witz", schimpft der Betroffene, der von Antesberger für seine Schilderung nur Unverständnis erntet. "Das ist eine glasklare Sache. Der Ball ist weg, der Spieler geht nur auf die Beine. Da bleibt mir gar keine Wahl."

So weit, so gut − Szenen wie diese sind im Fußball keine Seltenheit. Hochbrisant wird die Sache allerdings aus einem anderen Grund. Denn die Schaldinger fühlen sich vorsätzlich benachteiligt. "Das ist eine absolute Frechheit. Der Schiedsrichter kam bereits vor der Partie zu mir und teilte mir mit, dass er die Spieler List und Huber bei der kleinsten Kleinigkeit vom Platz stellen werde. Und genau diese beiden müssen dann tatsächlich runter. Da fehlen mir die Worte", schimpfte SVS-Coach Zschiedrich und legt nach. "Der Schiedsrichter soll das Spiel leiten und nicht entscheiden. Doch genau das hat er getan. Mir tun vor allem meine Spieler leid, die sich nach 0:2 zurückkämpfen und dann um den Lohn gebracht werden. Und im Nachhinein stehen wir da wie eine Mannschaft, die nur auf die Beine geht."

Klare Ansage: Schiri Walter Antesberger.  − Foto: Lakota

Klare Ansage: Schiri Walter Antesberger.  − Foto: Lakota

Klare Ansage: Schiri Walter Antesberger.  − Foto: Lakota


Schiedsrichter Antesberger schildert die Vorgänge ganz anders. Tatsächlich sei er vor dem Duell zu Zschiedrich gegangen. "In der ersten Partie der Schaldinger haben die Spieler List und Huber bereits massiv protestiert, weil sie die Zeit angehalten haben wollten. Ich habe Falk Zschiedrich deshalb gebeten, seinen Spielern mitzuteilen, dass sie dies unterlassen sollen, da ich sonst gezwungen bin, Konsequenzen zu ziehen, schließlich gelten für alle die gleichen Rechte." Selbst Mario Tanzer, Trainer der SVS-Ersten, habe ihm rechtgegeben, dass dieses Protest-Verhalten auf dem Platz nicht akzeptabel sei, so der Schiri.

Doch damit nicht genug. Antesberger berichtet von massiven Beschimpfungen seites der Schaldinger − und geht sogar noch einen Schritt weiter. "Was der Spieler Huber gemacht hat, geht entschieden zu weit. Der hat mir nach der Zwei-Minuten-Strafe massive Gewalt angedroht. Sie werden draußen auf mich warten, mich schlagen oder mein Haus anzünden. Unglaublich. Und das sagt der ganz offen vor den anderen anwesenden Schiedsrichtern, darunter unser Obmann. Ich bin ehrlich gesagt geschockt."

Schiedsrichter-Kollege Bernd Pfannenstein, der Hubers Drohungen laut Antesberger ebenfalls gehört habe, wollte sich im Detail nicht äußern. Beide Unparteiische kündigten allerdings an, dass ein umfassender Bericht zu den Geschehnissen angefertigt werde. Gut möglich also, dass die Stadtmeisterschaft den SVS noch länger beschäftigt, als ihm lieb ist. Und Antesberger? Der überlegt, ob er künftig bei dem Traditionsturnier überhaupt noch pfeifen soll. "Emotionen gehören dazu und man kann über Entscheidungen immer streiten. Aber was hier zwischen Passau und Schalding abläuft, geht schon etwas zu weit. Es kann einfach nicht sein, dass die Rivalität zwischen diesen beiden Clubs auf dem Rücken der Schiedsrichter ausgetragen wird."



weiterlesen Seite 1 / 2
Pfeil Pfeil










Sicherheitscode:




Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2017
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am








Die Szene vor dem Siegtor: Christian Schwankl wird von Hohenaus Torwart Stefan Fürst und Florian Eiler in die Zange genommen. Schiedsrichter Lennard Salveter pfeift Elfmeter und der Gefoulte verwandelt zum 2:1 für den SV Schöfweg. − Foto: Michael Duschl

Im Kellerduell der Bezirksliga Ost musste der FC Fürstenzell gegen Tittling nach zweimaligem...



Riesen Jubel: Alex Kurz (Mitte) erlöste den SV Schalding mit seinem Freistoßtreffer zum 1:0. − Foto: Lakota

Na also, es geht doch: Der SV Schalding hat bei seinem vierten Anlauf im Frühjahr den ersten...



Mit letzter Kraft: Zwei späte Tore brachten den Favoriten aus Gebenbach beim Gastspiel in Hauzenberg auf die Siegertsraße. − Foto: Sven Kaiser

Nichts zu holen gab es für die Spvgg Osterhofen im Landesliga-Heimspiel gegen Fortuna Regensburg...



Riesen Jubel, herrschte bei Perlesreut, nachdem Simon Kern die Führung erzielt hatte. − Foto: Frank Bietau

Der SV Perlesreut hat in der Kreisliga Bayerwald mit dem 1:0-Triumph in Zwiesel für eine handfeste...



Das war der Ausgleich: Vilshofens Alois Eberle (links) zieht ab und trifft gegen Walchsing zum 1:1. − Foto: Mike Sigl

Spitzenreiter TSV Gangkofen bleibt in der Kreisliga Passau nach dem 2:1-Erfolg über Falkenberg auf...





Kein Ballglück gegen Bayreuth: Michael Pillmeier. − Foto: Lakota

Der SV Schalding-Heining tritt in der Regionalliga Bayern weiter auf der Stelle...



Wann können sie wieder jubeln? Die Schaldinger um das Sturmduo Michael Pillmeier (von links) und Markus Gallmaier sind im neuen Jahr noch ohne Pflichtspieltreffer. − Foto: Andreas Lakota

Drei Spiele, viele Chancen – aber kein Tor. So könnte man den Frühjahrsstart des SV Schalding...



Dank an den alten Trainer − aber fast keine Anfeuerung: Die Wacker-Fans ließen die Unterstützung ihres Teams weitgehend vermissen und entrollten stattdessen immer wieder Transparente, auf denen sie auch ihren Unmut gegen die Vereinsführung kund taten. − Foto: Butzhammer

Zugegeben, es hätte am Samstag besser laufen können für den SV Wacker Burghausen...



Gegen den Kurs der Vorstandschaft des SV Wacker, die nach dieser Saison die Reamateurisierung einleiten will, entrollten die aufgebrachten Fans verschiedene Spruchbänder. Aus Protest hielten sich die Anhänger diesmal auch mit der Anfeuerung der Mannschaft weitgehend zurück. − Foto: Zucker

Mit den Verantwortlichen des Regionalligisten SV Wacker und den Ultras prallen derzeit zwei Welten...



Der Dauerregen am Wochenende hat deutliche Auswirkungen auf das regionale Fußball-Programm...





Mit vereinten Kräften stoppten Tom Aigner (rechts) und Torhüter Petr Foltyn die meisten der Karlsfelder Angriffe. − Foto: Helmut Müller

Nach dem klaren 31:20-Heimerfolg gegen den zweitplatzierten TSV Karlsfeld ist der Wiederaufstieg von...







 
 
WAS
WANN
bis
WO
 
SUCHEN NEU
Internationales Gitarrenfestival Deggendorf

24.03.2017 /// Deggendorf /// Deggendorf

Zum Internationalen Gitarrenfestival lädt Deggendorf die Elite der Akustikgitarre aus der ganzen...
Theaterbrettl

26.03.2017 /// 12:00 Uhr /// Vereinsheim Lindenthaler /// Hebertsfelden

48. Internationale Jazzwoche

26.03.2017 /// 13:00 Uhr /// Am Bichl /// Burghausen

Heli Punzenberger Trio.
mehr
 
WAS
WANN
bis
WO
 
SUCHEN NEU
Konzert mit "Tenöre4You"

27.03.2017 /// 20:00 Uhr /// Bürgerhaus /// Waldkirchen

KC Rebell - Abstand Tour 2017

27.03.2017 /// 20:00 Uhr /// Backstage Werk /// München

Yvonne Catterfeld - Tour 2017

27.03.2017 /// 20:00 Uhr /// Deutsches Theater /// München

mehr
WAS
 
SUCHEN NEU
mehr











realisiert von Evolver