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Vereine



16.12.2012 | 18:10 Uhr

Wacker-Reserve gewinnt Premiere des Kastler Hallencups

von Wolfgang Czernin

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Mit fünf Toren bester Schütze des Turniers war Sebastian Spinner vom Ausrichter TSV Kastl (rechts, hier im Duell mit Michael Tot vom SB Rosenheim).  − Foto: Czernin

Mit fünf Toren bester Schütze des Turniers war Sebastian Spinner vom Ausrichter TSV Kastl (rechts, hier im Duell mit Michael Tot vom SB Rosenheim).  − Foto: Czernin

Mit fünf Toren bester Schütze des Turniers war Sebastian Spinner vom Ausrichter TSV Kastl (rechts, hier im Duell mit Michael Tot vom SB Rosenheim).  − Foto: Czernin


Bei der ersten Auflage des Fußball-Hallenturniers des TSV Kastl hatte am Samstag der SV Wacker Burghausen II den längsten Atem und holte sich verdient den Sieg. Spielführer Yunus Karayün erhielt aus den Händen von Kastls Abteilungsleiter Thomas Genz und Turniersponsor Richard Altmannshofer neben dem Siegerpokal auch die damit verbundene Prämie von 700 Euro. Auf den Plätzen folgten TSV 1860 Rosenheim (350 Euro), SB Chiemgau Traunstein (250) sowie Gastgeber TSV Kastl, der 100 Euro für die Mannschaftskasse einspielte.

Genz, der sich über den Besuch von gut 300 Zuschauern freute, zeigte sich zufrieden mit der Premiere der Veranstaltung: "Wir haben sehr gute Spiele gesehen, die durchweg auch sehr fair geführt wurden." Nur sein eigenes Team hätte der Spartenleiter am Ende gern weiter vorne gesehen. Der Kreisligist hatte nämlich stark begonnen. Nach einem 3:1-Sieg zum Auftakt über den Bayernligisten SB DJK Rosenheim, einer knappen 1:2-Niederlage gegen den SB Chiemgau Traunstein (Bezirksliga Ost) sowie einem 5:3 zum Vorrundenschluss über den SV Kirchanschöring (Landesliga) zog die Truppe von Markus Wörfel als Tabellenerster der Gruppe B ins Halbfinale ein. Das zweite Ticket lösten die Traunsteiner, denen nach einem 3:3 gegen Kirchanschöring und dem Sieg über Kastl in der dritten Spielrunde ein weiteres Unentschieden gegen den Sportbund (2:2) zum Weiterkommen reichte.

In der Gruppe A war das Rennen um die Halbfinalplätze besonders spannend. Am Ende lag mit dem TSV 1860 Rosenheim (Regionalliga Bayern), dem SV Wacker Burghausen II (Bayernliga Süd) sowie dem TSV Ampfing (Landesliga) ein punktgleiches Trio an der Spitze, während der Bezirksligist VfL Waldkraiburg keine Rolle spielte und ohne Zähler blieb. Um den Gruppenersten zu ermitteln, wurde aus den Partien der drei Klubs gegeneinander eine eigene Tabelle erstellt, bei der die Rosenheimer am besten abschnitten. Platz 2 ging an die Truppe von der Salzach, die unter dem Kommando von Co-Trainer Georg Ramstetter stand.

Im ersten Halbfinale setzten sich wie erwartet die "Sechziger" problemlos mit 4:2 gegen Traunstein durch. Knapper verlief die zweite Begegnung. Kastl lag nach Treffern von Dominik Grothe und Sebastian Spinner gegen die Wacker-Reserve mit 2:0 in Front, musste in der Schlussphase aber noch den Gleichstand hinnehmen. Erst traf Benjamin Schlettwagner, dann – während Kastl wegen einer Zeitstrafe gegen Grothe in Unterzahl war − glich Özgür Kart wenige Sekunden vor dem Ende aus. Im Siebenmeterschießen versagten den Kastlern dann die Nerven vollends. Tobias Urban traf noch, doch im Anschluss vergaben Martin Göppinger, Marcell Arnold und Sebastian Spinner. Abgeklärt dagegen versenkten die Burghauser die Bälle. Tobias Schröck, Yunus Karayün und Thomas Leberfinger hatten keine Probleme.

Das Endspiel verlief zunächst ohne Höhepunkte. Beim Stand von 0:0 wurden die Seiten gewechselt. In Durchgang 2 brachte Routinier Kart dann Wacker auf die Siegerstraße, als er in der 13. Minute Rosenheims Keeper Sebastian Huber überwand. Arian Osmanaj hätte für die Vorentscheidung sorgen können, doch binnen einer Minute scheiterte er zunächst am Pfosten, dann an Huber, der – obwohl eigentlich gelernter Stürmer − zwischen den Pfosten eine gute Figur abgab. Keine Chance aber hatte der Schlussmann gegen das 2:0 durch Schröck (16.). Den Endstand besorgte abermals Kart (18.).

Im Anschluss zeigte sich Ramstetter, der seinen Chef Mario Demmelbauer vertrat, zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, für die es der einzige Einsatz in der Halle bleibt. Er sah aber auch Kritikpunkte: "Wir haben schon etliche Fehler gemacht und sind gegen Kastl mit Glück weitergekommen. Doch der Sieg im Finale war dann doch verdient." Wichtig war Ramstetter, dass sich keiner seiner Akteure verletzt hat. Schließlich beginnt Mitte Januar schon die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde der Bayernliga.

Mit fünf Toren durfte sich Sebastian Spinner (Kastl) als treffsicherster Schütze feiern lassen. Zum besten Spieler des Turniers wurde Valentin Hauswirth (1860 Rosenheim) gekürt. Der in Châteauroux (Frankreich) geborene Mittelfeldmann war erst im August dieses Jahres von der Spvgg Unterhaching zum Regionalligisten gewechselt. Die Wahl zum besten Torhüter entschied Julian Pollersbeck (Burghausen II) für sich. Als Schiedsrichter fungierten Florian Gebert (TSV Buchbach), Hans Kammerer (TSV Marktl) und Martin Mooser (SV Oberbergkirchen).

Die Ergebnisse Gruppe A: TSV 1860 Rosenheim − VfL Waldkraiburg 4:0, TSV Ampfing − SV Wacker Burghausen II 0:1, Burghausen II − 1860 Rosenheim 1:2, Waldkraiburg − Ampfing 2:3, Ampfing − 1860 Rosenheim 2:1, Burghausen II − Waldkraiburg 5:3. − Rangfolge: 1. 1860 Rosenheim 6 Punkte/7:3 Tore; 2. Burghausen II 6/7:5; 3. Ampfing 6/ 5:4; 3. VfL Waldkraiburg 0/5:12.

Gruppe B: SB DJK Rosenheim − TSV Kastl 1:3, SB Chiemgau Traunstein − SV Kirchanschöring 3:3, Kirchanschöring − SB Rosenheim 1:4, Kastl − Traunstein 1:2, Traunstein − SB Rosenheim 2:2, Kirchanschöring − Kastl 3:5. − Rangfolge: 1. Kastl 6/9:6; 2. SBC Traunstein 5/7:6; 3. SB Rosenheim 4/ 7:6; 4. Kirchanschöring 1/7:12.

Halbfinale: 1860 Rosenheim − SBC Traunstein 4:2, Kastl − Burghausen II (2:2) 3:5 nach Siebenmeterschießen.

Platzierungsspiele/Rang 7: VfL Waldkraiburg − Kirchanschöring 7:5; Rang 5: Ampfing − SB Rosenheim 3:4; Rang 3: SBC Traunstein − Kastl 2:1; Rang 1: 1860 Rosenheim − Burghausen II 0:3.












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