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16.11.2012 | 13:48 Uhr

Graineter Verunsicherung − schlägt schon jetzt die Stunde von Neudorf? Kirchdorf hat nur mehr zehn Spieler

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Wohin führt die Reise? Der SV Grainet um Spielertrainer Christian Schnelzer hatte zuletzt wenig Grund zum Lachen.  − Foto: Lakota

Wohin führt die Reise? Der SV Grainet um Spielertrainer Christian Schnelzer hatte zuletzt wenig Grund zum Lachen.  − Foto: Lakota

Wohin führt die Reise? Der SV Grainet um Spielertrainer Christian Schnelzer hatte zuletzt wenig Grund zum Lachen.  − Foto: Lakota


Einiges geboten ist am letzen kompletten Spieltag vor der Winterpause in der Kreisliga Bayerwald, an dem der lange Zeit als sicherer Meister gehandelte SV Grainet sogar Gefahr läuft, Rang 1 einzubüßen.

 Fakt ist, dass der Ex-Bezirksligist total den Faden verloren und mit nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen seinen einst komfortablen Vorsprung fast komplett eingebüßt hat. Mit Unbehagen dürfte man beim SVG registriert haben, dass am 25. November noch das Nachholspiel beim unmittelbaren Verfolger in Neudorf angesetzt wäre. Aber vielleicht sind die Graineter bis dahin gar nicht mehr Gejagte, sondern selbst Jäger. Die Derbygäste aus Hintereben werden die Punkte jedenfalls nicht kampflos abliefern. Ihre personellen Sorgen sind aktuell zwar noch größer als jene im Lager des Tabellenführers, aber schon im Hinspiel sorgten sie mit dem 1:1 für einen Graineter Punktverlust.Der HSV muss schon deshalb punkten, weil sonst der Sturz auf den Relegationsplatz droht.

Nach der Absage zuletzt will Hutthurm II gegen Schöfweg wieder ein Team ins Rennen schicken.  − Foto: Lakota

Nach der Absage zuletzt will Hutthurm II gegen Schöfweg wieder ein Team ins Rennen schicken.  − Foto: Lakota

Nach der Absage zuletzt will Hutthurm II gegen Schöfweg wieder ein Team ins Rennen schicken.  − Foto: Lakota


 Beim SV Neudorf hätte man es noch vor einigen Wochen für unmöglich gehalten, dass man sich im Dunstkreis des Titelfavoriten bewegen könnte, jetzt ist sogar eine Wachablösung an der Spitze denkbar. Voraussetzung dafür ist natürlich ein neuerlicher Graineter Punktverlust, darüber hinaus allerdings auch ein Neudorfer Sieg in Büchlberg. Nach mittlerweile 16 (!) Spielen ohne Niederlage ist freilich auch das nicht mehr undenkbar. Wenngleich Trainer Thomas Driendl "offiziell" auch mit einem Punkt zufrieden wäre, so spekuliert sicher auch er mit einem Dreier.

Der SV Perlesreut muss im Derby in Ringelai siegen, will man vorne dran bleiben.  − Foto: Lakota

Der SV Perlesreut muss im Derby in Ringelai siegen, will man vorne dran bleiben.  − Foto: Lakota

Der SV Perlesreut muss im Derby in Ringelai siegen, will man vorne dran bleiben.  − Foto: Lakota


 Der gastgebende FC Büchlberg hat sich mit zwei Niederlagen in den letzten drei Spielen der Chance beraubt, noch ganz nah an die Führenden heranzurücken. Auch FC-Spielertrainer Traxinger weiß, dass der Übergang von der Spitzengruppe zur Abstiegszone in dieser geradezu verrückten Liga fließend und der Weg vom Aufstiegsanwärter zum Abstiegskandidaten verdammt kurz ist!

 Die "Minimalisten" aus Hohenau um Spielertrainer Tobnias Feucht haben dank vieler knapper Siege am Samstag wieder einmal die Möglichkeit, zumindest bis zum Sonntag auf Rang 2 zu springen. In Oberdiendorf treffen sie freilich auf einen Gegner, der nicht nur über das bessere Torverhältnis verfügt, sondern auch nur drei Zähler zurückliegt. Leicht möglich also, dass es sogar zu einem Platztausch kommt. Doch die "Diendorfer" werden sich gewiss an den 17. September 2011 erinnern: Auf den Tag genau vor 14 Monaten haben sie den Hohenauern mit einem 0:1 die Punkte mitgeben müssen!

 Sollte Oberdiendorf gewinnen, dann gibt es womöglich ein punktgleiches Verfolgertrio, das den beiden Führenden auf den Fersen ist. Dass der SV Schöfweg seine nicht allzu hohe Hürde in Hutthurm überspringt, scheint jedenfalls beschlossene Sache zu sein. Wie berichtet, leidet die Bezirksligareserve unter schlimmen personellen Nöten, die in der Absage des Spiels am vergangenen Wochenende gipfelten. Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Situation beim Tabellenvorletzten so entscheidend verbessert hat, dass er gegen den Rangvierten bestehen könnte.

 Beispielhaft für das Hin und Her in der Kreisliga stehen der TSV Ringelai und der SV Perlesreut. Lange Zeit waren die Ohetaler ihren Nachbarn klar voraus, doch eine eigene Negativserie und Perlesreuter Erfolge haben die Dinge umgedreht. Zwar sind die Perlesreuter vor dem Derby weiter auf dem Sprung in die Spitzengruppe, doch andererseits könnte Gastgeber Ringelai − obwohl aktuell nur Abstiegsrelegant − bis auf einen Zähler heranrücken. Beste Voraussetzungen für ein kampfbetontes Derby.

 Noch mehr Bedeutung für den Abstiegskampf hat zweifellos die Begegnung in Fürsteneck, wo das abgeschlagene Schlusslicht Kirchdorf aufkreuzt. Den Gästen fehlen zum Relegationsplatz schon 16 Punkte. Bei einer weiteren Niederlage wäre dessen Abstieg so gut wie besiegelt. Bei der Spvgg spitzt sich die personelle Notlage zu. Jetzt fallen noch Kapitän Fuchs, Liebl, Krammer und wohl auch Perl aus, so dass sich der Kader auf zehn gesunde Spieler reduziert!

 Gastgeber Fürsteneck aber dürfte sich die günstige Gelegenheit zum fünften Saisonsieg nicht entgehen lassen. Mit einem Dreier wären die Tabellen-Vordermänner wieder in Reichweite. Über die fatalen Folgen eines Punktverlustes im Kellerduell ist man sich bei der DJK freilich auch im Klaren.

 Wichtige Punkte für den Ligaverbleib werden bereits am Samstag in Riedlhütte vergeben. Der dortige SV zeigte beim 4:0 in Perlesreut seine beste Saisonleistung. Jetzt wollen Friedl, Kaatz & Co. nachlegen und beweisen, dass der Sieg keine Eintagsfliege war. Weitgehend in Bestbesetzung streben die Hausherren die Revanche für die 0:2 aus dem Hinspiel an.Doch auch der FC Untermitterdorf um den früheren Riedlhütter Trainer Güntherr Himpsl wusste zuletzt zu überzeugen, hat sich mit dem 2:2 gegen Spitzenreiter Grainet für das vorausgegangene 0:5-Debakel in Achslach rehabilitiert. Die Gäste − mit dem Nachholspiel gegen Hintereben in der "Hinterhand" − wären sicher auch schon mit einem Teilerfolg zufrieden.

 Abgeschlossen wird der Spieltag mit dem Oberwaldler-Derby in Achslach, wo sich der Gastgeber nach den Erfolgen gegen Untermitterdorf und in Hintereben mit einem Sieges-Hattrick in die Winterpause verabschieden möchte. Die Vorzeichen stehen gut, denn der offensichtlich prächtigen Achslacher Spätform steht ein spätherbstliches Viechtacher "Tief " gegenüber. Das wurde mit dem peinlichen 0:1 gegen Fürsteneck "gekrönt", Die Viechtacher Einschätzung vor dem Derby: Mit einer Leistung wie gegen Fürsteneck wird die Mühlbauer-Elf auch in "Ochsla" nicht einmal einen Blumentopf gewinnen.

Kreisliga Bayerwald − Samstag, 14:00: Oberdiendorf - Hohenau (Vorrunde 3:0), Riedlhütte - Untermitterdorf (0:2). Sonntag, 14:00: Ringelai - Perlesreut (2:1), Büchlberg - Neudorf (0:0), Hutthurm II - Schöfweg (0:3), Fürsteneck - Kirchdorf/E. (3:2), Grainet - Hintereben (1:1); um 14:30: Achslach - Viechtach (0:3). − pf/kl












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Pl. Mannschaft Sp. Torverh. Punkte
1.
FC Tittling
21
53:19
46
2.
TSV Regen
22
32:24
41
3.
SV Grainet
21
44:26
37
4.
SV Riedlhütte
21
44:38
36
5.
SV Hintereben
22
52:33
35
6.
SV Geiersthal
22
44:41
33
7.
TSV Mauth
21
35:37
29
8.
SG Teisnach/Gotteszell
22
40:43
29
9.
SC Zwiesel
22
39:49
28
10.
SG Altreichenau/Bischofsreut
21
46:38
27
11.
Spvgg Kirchdorf-Eppenschlag
21
38:34
27
12.
SV Thurmansbang
22
32:47
24
13.
SV Zenting
22
25:52
20
14.
1. FC Viechtach
22
22:65
10




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