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27.12.2012 | 11:53 Uhr

"Rot" gegen Martin Krieg: Alle halten ihn für unschuldig − doch er wird gesperrt

von Michael Duschl

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Rot sieht Waldkirchens Torjäger Martin Krieg von Schiedsrichter Thomas Wagner für eine vermeintliche Tätlichkeit, die nach Ansicht aller Beteiligten keine war.  − Foto: Sven Kaiser/rogerimages.de

Rot sieht Waldkirchens Torjäger Martin Krieg von Schiedsrichter Thomas Wagner für eine vermeintliche Tätlichkeit, die nach Ansicht aller Beteiligten keine war.  − Foto: Sven Kaiser/rogerimages.de

Rot sieht Waldkirchens Torjäger Martin Krieg von Schiedsrichter Thomas Wagner für eine vermeintliche Tätlichkeit, die nach Ansicht aller Beteiligten keine war.  − Foto: Sven Kaiser/rogerimages.de


Die Qualifikation für die Endrunde im FRG-Hallencup hat Landesligist − und Titelverteidiger − Waldkirchen am Stephanitag geschafft, trotzdem ärgerten sich die TSVler mächtig. Im ersten Spiel gegen Röhrnbach (2:2) verletzte sich Matthias Url, wenige Minuten später kassierte Martin Krieg, der andere Torjäger, im Duell gegen Fürsteneck (Waldkirchen gewann 3:2) die rote Karte. Beide werden, wie auch Urlauber Benjamin Tolksdorf, im Finale am Sonntag (heimatsport.de berichtet live ab 14 Uhr) fehlen.

Die Verletzung von Url passierte ohne gegnerische Einwirkung. Url hakte bei einem Gegenspieler ein, dabei verdrehte er sich das rechte Knie − und wurde umgehend ins Freyunger Krankenhaus gebracht. Am Montagnachmittag wird Url in Passau untersucht. Eine unglückliche Aktion mit unangenehmen Folgen. Sportlerrisiko!

Sauer stößt den Waldkirchnern dagegen die rote Karte für Martin Krieg auf. Der 22-Jährige soll Fürstenecks Sebastian Feucht nach dessen zwischenzeitlichem 2:2-Ausgleich weggestoßen haben. SR Thomas Wagner bewertete die Szene als Tätlichkeit von Krieg und zückte infolgedessen "Rot". Unverständlich für den vermeintlichen Sünder: "Nach dem Torschuss dreht er jubelnd ab, läuft auf mich zu; ich hab mich aus Schutz weggedreht, trotzdem sind wir zusammengeprallt und er ist zu Boden gestürzt. Eigentlich hab ich gedacht, das war’s", erklärt Krieg. Nichts da: Rot für Krieg, zwei Minuten für Feucht.



Feucht: "Er hat mich mit dem Knie erwischt" Der Gefoulte, der übrigens mit seiner DJK auch den Einzug in die Finalrunde schaffte, schildert die Aktion so: "Nach dem Torschuss zum 2:2 bin ich weggelaufen und auf ihn aufgelaufen. Er hat mich mit dem Knie erwischt. Kein Stoßen, keine Tätlichkeit. Aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung", meint Feucht, dessen "Auflaufen" Wagner als Provokation wertete und mit einer Zeitstrafe ahndete.

Zur Verteidigung Wagners sei angemerkt, dass die Begegnung umkämpft war und bereits zuvor die Emotionen hoch kochten. Woraufhin SR Wagner DJK-Trainer Bernhard Meisl auf die Tribüne verbannte. Außerdem hatte der Neutrale wohl keine freie Sicht auf die Aktion.



Auch Augenzeugen pflichteten den beteiligten Spielern bei, sahen vielmehr einen Zusammenprall. Wie ein "Zuschauer" in einem Online-Kommentar auf heimatsport.de: "Eine klare Fehlentscheidung. Der Schiedsrichter hätte (...) die beiden Beteiligten einfach fragen sollen", schreibt der Beobachter.

Das hilft Krieg wohl kaum, er wird am Samstag beim vereinseigenen Sport-Jakob-Cup (u.a. mit Regionalligist Seligenporten und Bayernligist Deggendorf) sowie am Sonntag tatenlos zuschauen müssen. Denn die Hallenrichtlinien des BFV lassen keinen Spielraum: "Der vom Feldverweis mit roter Karte betroffene Spieler ist von der weiteren Turnierteilnahme auszuschließen. Dies ist über den zuständigen BFV-Spielleiter dem Sportgericht zu melden und zieht die automatische Sperre des Spielers nach sich", ist unter Paragraph 9 Abs. 10 nachzulesen. Daran ändern die Aussagen der Beteiligten wohl nichts. Erklärt auch Kreissportgerichtsvorsitzender Reinhard Weinberger auf PNP-Anfrage: "Der Fall liegt mir noch nicht vor, ich warte nun die Meldung des Schiedsrichters und die Stellungnahme des Vereins ab. Erst dann kann ich entscheiden."

M. Krieg ist enttäuscht, gerne hätte er am Wochenende gekickt. Der Vorfall war unglücklich und zieht aus seiner Sicht eine unberechtigte Strafe für ihn nach sich. "Das ist schwer zu verstehen, wenn dauernd Leute dir sagen, es war ein Fehler − aber du kannst nichts machen."

So läuft die Endrunde am Sonntag, 30. Dezember (live auf heimatsport.de) in der Freyunger Dreifachturnhalle:

Gruppe 1: Altreichenau, Waldkirchen, Hintereben und Karlsbach

Gruppe 2: Preying, Grafenau, Freyung, Fürsteneck.












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