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21.11.2012 | 14:01 Uhr

Jan Pfleger: Regener D-Jugend-Talent beeindruckt die Löwen-Trainer

von Patrick Potstada

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Der TSV 1860 München hatte Jan Pfleger zu einem Probetraining eingeladen − diese Chance ließ sich der Spieler des TSV Regen nicht entgehen.

Der TSV 1860 München hatte Jan Pfleger zu einem Probetraining eingeladen − diese Chance ließ sich der Spieler des TSV Regen nicht entgehen.

Der TSV 1860 München hatte Jan Pfleger zu einem Probetraining eingeladen − diese Chance ließ sich der Spieler des TSV Regen nicht entgehen.


Als zentraler Mittelfeldspieler ist er einer der Leistungsträger seiner Mannschaft, außerdem ist er Stützpunkt-Spieler und in der Regionalauswahl, jetzt wurde Jan Pfleger (12), der derzeit bei den D1-Junioren des TSV Regen spielt, vom TSV 1860 München zu einem Probetraining auf das Trainingsgelände der Löwen an der Grünwalder Straße eingeladen − und hat sich dabei hervorragend präsentiert. Im Februar soll er an einem weiteren Training teilnehmen.

Die Chance ergab sich bei einer Sichtung der Stützpunktspieler der Region Ostbayern. Insgesamt 60 Nachwuchstalente wurden nach Straubing und Schwarzenfeld eingeladen, um sich in die Regionalauswahl zu spielen bzw. weiterhin dabei zu bleiben. Die jungen Talente wurden von den verantwortlichen Auswahl-Trainern genau unter die Lupe genommen. Die Stärken und Schwächen wurden detailliert notiert. "Ich war damals schon etwas nervös, aber dann hat alles super geklappt", sagt Jan.

Doch eine seiner Stärken ist es, sich auf den Punkt genau zu konzentrieren, seine Leistung genau dann abzurufen, wenn es notwendig ist. Genau so, wie er es bei der Sichtung in Straubing gemacht hat: technisch versiert, mit präzisen Pässen und einem guten Spielverständnis konnte Jan überzeugen − nicht nur die Auswahltrainer, sondern auch den Talentscout des TSV 1860 München, der an diesem Tag vor Ort war.

Beim Techniktraining konnte Jan Pfleger (r.) überzeugen.  − Fotos: Pfleger

Beim Techniktraining konnte Jan Pfleger (r.) überzeugen.  − Fotos: Pfleger

Beim Techniktraining konnte Jan Pfleger (r.) überzeugen.  − Fotos: Pfleger


Eine Woche später klingelte das Telefon und Peter Ulbricht, Co-Trainer der U13-Mannschaft der Sechziger, hat Jan eingeladen mit dem offiziellen Kader der Junglöwen zu trainieren. "Wir möchten uns ein Bild davon machen, wie Jan sich in die Mannschaft integriert und wie er mit den Anforderungen bei uns zurecht kommt", erklärte Ulbricht am Telefon.

Natürlich nahm Jan diese Chance wahr und fuhr mit seinen Eltern nach München zum Trainingsgelände der Löwen. Dort herrschte reges Treiben: Das Zweitliga-Team hatte Training, die 2. Mannschaft machte sich gerade auf den Weg zum Lokalderby gegen den FC Bayern München, daher waren auch viele Fans vor Ort.

Jan wurde wie vereinbart am Trainingsgelände von einem Betreuer abgeholt und in die Kabine der Mannschaft gebracht. Gemeinsam kamen die Jungs dann raus und gingen auf das Kunstrasenfeld. Es waren drei Trainer verantwortlich für diese Mannschaft. Die Nachwuchsspieler wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Trainings-Schwerpunkt lag auf der Technik. Jeweils ein Trainer war für eine Gruppe verantwortlich, Cheftrainer Alexander Frankenberger koordinierte das Training und griff immer mal wieder in das Geschehen ein.

Dabei gab es für Jan keinen "Welpenschutz". Er wurde sofort genau so hart ran genommen wie alle anderen auch, musste schon in den ersten zehn Minuten Liegestützen machen, weil er bei einer Übung nicht exakt den Abstand zu seinem Mitspieler einhielt, der vorgegeben war. Doch Jan ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und absolvierte gewissenhaft die Übungen: Die Ballkontrolle wurde trainiert, komplexe Pass-Übungen durchgeführt, Zweikampftraining Eins gegen Eins, ein kleines Spiel Vier gegen Vier zur Taktikschulung und ein Abschlussspiel.

Gleich nach dem Training kam Alexander Frankenberger zu einem Gespräch zu Jans Eltern. "Jan ist ein hochtalentierter Spieler. Er ist technisch schon sehr weit für sein Alter, kann hier durchaus mit dem vorderen Mittelfeld unserer Spieler mithalten", schilderte Frankenberger. Außerdem lobte der U13-Cheftrainer, dass Jan auch auf Anhieb das hohe Spieltempo der Junglöwen mithalten konnte. Doch auch mit Kritik wurde nicht gespart. "Wenn er im Spiel unter Druck gerät, dann löst er die Situation noch recht einfach auf", erklärte Frankenberger. Doch das sei normal beim ersten Training in einer neuen Mannschaft und in einer neuen Umgebung. "Aber er hat definitiv das Potenzial schnell zu lernen und das dann auch umzusetzen", schilderte der U13-Chefcoach und lud Jan zu einem weiteren Training ein: "Du bist ein großes Talent, wir möchten dich wiedersehen, spätestens im Februar melden wir uns wieder und dann kommst du zu einem weiteren Training."

Für Jan selber war das Training natürlich eine beeindruckende Erfahrung. "Es hat mir sehr gut gefallen. Die anderen Spieler waren auch super nett, haben mich gleich angesprochen und wollten alles mögliche von mir wissen. Das Training war auch super und zum Glück konnte ich bei den Übungen gut mithalten", sagte das Talent des TSV Regen. Natürlich will er alles dafür tun, um sich seinen Traum Fußball-Profi zu werden, zu erfüllen.

Doch dafür wird er sich noch ein wenig gedulden müssen. "Viermal in der Woche nach München ins Training zu fahren, das wäre momentan nicht machbar, wenn dann müsste er ins Internat", erklärt Mutter Sandra Pfleger. Allerdings nimmt das Internat des TSV 1860 München, das sich die Familie an dem Tag auch genau angesehen hat, erst Spieler ab 15 Jahren auf. Bis dahin wollen die Eltern weiterhin regelmäßig Kontakt zu der Nachwuchsabteilung der Löwen halten und Jan muss weiterhin hart an sich arbeiten − beim monatlichen Training und den Spielen mit der Regionalauswahl, beim wöchentlichen DFB-Stützpunkttraining und bei den drei Trainingseinheiten pro Woche bei Adolf Riepl bei den D1-Junioren des TSV Regen.












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