01.08.2010 | 11:59 Uhr | Kommentare

SVS: Befreiungsschlag ausgerechnet gegen Tabellenführer Bamberg?

Zwei Spiele, null Punkte - doch Schaldings Fußball-Boss Markus Clemens beschwichtigt: „Letztes Jahr hatten wir nach drei Spielen auch erst einen Punkt.“ Das wäre diesmal sogar ein Erfolg: Denn am heutigen Sonntag (17 Uhr) kommt mit den Bambergern der Tabellenführer an den Reuthinger Weg.


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Gemeinsame Orientierung: Josef Eibl (links) und Benni Neunteufel. Auch abseits des Spielfelds wurde in dieser Woche viel gesprochen beim SV Schalding. (Foto: Lakota)
0:2 gegen Rain, 1:4 in Erlangen-Bruck - der Start in diese zweite Bayernliga-Saison ist den Fußballern des SV Schalding gründlich misslungen. Als Tabellenletzter empfangen die Kicker aus dem Passauer Westen am Sonntag Spitzenreiter 1. FC Eintracht Bamberg (Anstoß 17 Uhr). Im Umfeld macht, wenn auch hinter vorgehaltener Hand, schon das unschöne Wort vom Abstieg die Runde - Gedanken, für die es nach zwei Spieltagen freilich noch viel zu früh ist. Klar ist aber: Der Druck ist bereits größer als für den Vorjahres-Aufsteiger gut sein kann. Neunteufel und Co. müssen schnell Ergebnisse liefern, um nicht auf Dauer hinten festzusitzen. Denn Spieltag für Spieltag dem Feld hinterherzuhecheln und dabei zu Kräfte vergeuden, die anderswo viel dringender gebraucht werden, ist so ungefähr die letzte Perspektive, die sie in Schalding gebrauchen können. Einen Eindruck, dass die Punkte-Krise beim SV Schalding auch eine Leistungs-Krise sei, will Fußball-Abteilungsleiter Markus Clemens deshalb gar nicht erst aufkommen lassen. „Ohne das schönreden zu wollen, aber in Erlangen waren wir 35 Minuten gut im Spiel und hätten eigentlich in Führung gehen müssen“, sagt Clemens. Natürlich sei die Situation „nicht schön“, aber man sei dabei, sie „intern aufzuarbeiten“. Er hat das Hauptproblem in den Köpfen ausgemacht. „Wir spielen mit, kassieren das 0:1 und sind dann tot. Das ist der Punkt. Daran müssen wir arbeiten“, sagt Clemens. Dass das angesichts der kommenden Aufgaben nicht leicht wird, ist ihm klar. Am Sonntag kommt mit den Bambergern der Tabellenführer an den Reuthinger Weg, die Woche darauf geht’s nach Unterhaching. „Wenn man sich den Spielplan anschaut, wird man nirgendwo ein leichtes Spiel finden“, sagt Clemens. „Das sind 17 harte Spiele, und dann geht’s wieder von vorn los.“ Clemens ist nach dem doppelten Tiefschlag vom Erfolg der internen Aufarbeitung überzeugt: „Wir werden den Bambergern ein hartes Match liefern.“ Der Ex-Regionalligist aus Oberfranken schoss sich mit Erfolgen gegen Ingolstadt (4:2) und FTuS Regensburg (2:0) gleichmal an die Tabellenspitze. Geht es um Namen im Team von Trainer Christoph Starke, gibt es derzeit vor allem einen zu nennen: Alexander Deptalla (26). Der Offensiv-Allrounder trat sowohl gegen Regensburg als auch in Ingolstadt als Doppeltorschütze in Erscheinung. - mjf


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