30.07.2010 | 12:12 Uhr

Florian Schrepel (28): „Wir müssen uns erst einspielen!“

Da es bei seinem alten Verein chaotisch lief, entschloss sich Florian Schrepel zum TSV Bogen zu wechseln - auch aus beruflichen Gründen. Im Gespräch mit heimatsport.de erklärt er, warum er seinem neuen, alten Mannschaftkollegen Alex Geiger einen ausgibt.


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Ex-Profi Florian Schrepel im Trikot seines neuen Vereins TSV Bogen.
 - Fotos: Schindler

Florian, im Gegensatz zu deinem Ex-Vereinskollegen Alex Geiger ging dein Wechsel verhältnismäßig ruhig über die Bühne. Wie kam es zum Kontakt mit dem TSV Bogen?


Florian Schrepel: Vor ein paar Monaten habe ich den Abteilungsleiter des TSV Bogen, Ignaz Hiendl, kennengelernt. Er wollte mich schon damals überreden, zum TSV zu kommen - mein Vertrag in Weiden lief aber noch ein Jahr. Da bei der Spielvereinigung in der neuen Saison jedoch weiterhin chaotische Zustände herrschten, habe ich mich dazu entschlossen, schon sehr bald auf meine berufliche Zukunft zu konzentrieren - und rief daher Ignaz an.

SC Feucht, Spvgg Weiden und Spvgg Bayreuth - welche Erfahrungen nimmst du mit aus der Zeit im hochklassigen Fußball?

Florian Schrepel: Viele positive, aber auch viele negative Erfahrungen konnte ich in all den Jahren sammeln. Diese kann ich natürlich nicht alle auflisten. Nur soviel: Man kann mit Disziplin und Taktik sehr viel erreichen, wobei der Spaß am Fußball nie verloren gehen sollte.

Du hast in verschiedenen Ligen innerhalb Bayerns gespielt. Wo liegt der wesentliche Unterschied zwischen Regionalliga, Bayernliga und Bezirksoberliga?

Florian Schrepel: Ich bin ja erst seit zwei Wochen in Bogen und konnte daher nur zwei Punktspiele in der Bezirksoberliga absolvieren. Der größte Unterschied jedoch liegt in der Spielgeschwindigkeit. In der Regionalliga musst du, bereits bevor der Ball kommt, wissen, was als nächstes zu tun ist. Außerdem hast du, je weiter es nach oben geht, immer weniger Raum zur Verfügung.

Nun spielst du beim Aufsteiger und Traditionsclub TSV Bogen. Welche Ziele hast du mit deinem neuen Verein?


Florian Schrepel: Mit meiner Verpflichtung und der von Alex Geiger erwarten natürlich viele, dass wir aufsteigen. Alle im Verein wissen, dass zwar in der Mannschaft viel Potenzial vorhanden ist, aber noch sehr viel Arbeit vor uns liegt. Wir müssen uns erstmal einspielen und wollen vorerst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Und dann schau’ ma mal ...

Im ersten Spiel gab es eine bittere Niederlage im Derby gegen Mitaufsteiger Steinach. Wie verlief dein erstes Spiel in der Bezirksoberliga?

Florian Schrepel: In der ersten Halbzeit lief es nicht schlecht. Mit ein bisschen Glück hätten wir sogar 2 zu 1 in Führung gehen können. In der zweiten Halbzeit übernahmen jedoch die Steinacher mit ihrer kompakten Truppe immer mehr das Spiel - und uns ging in den letzten 20 Minuten die Kraft aus. Letztlich muss man sagen, dass aber der Sieg für Steinach vollkommen in Ordnung geht. Bitter ist nur, dass wir momentan so viele Verletzte haben und auch gegen Steinach immer wieder umstellen mussten. Ich musste überwiegend im defensiven Mittelfeld agieren - nicht gerade meine Stärke. Wir müssen aus dieser Niederlage lernen und in ein paar Wochen, wenn wir eingespielt und die Verletzten wieder fit sind, wird es für uns auch wieder besser laufen.

Apropos Alex Geiger: Freut es dich, dass du wieder mit deinem Weidener Weggefährten im Team spielst?

Florian Schrepel: Natürlich freut es mich sehr, dass auch er sich für Bogen entschieden hat. Wir kennen uns seit unserer Zeit in Bayreuth und sind seitdem super Freunde - was im Profigeschäft sehr selten ist. Ich habe alles probiert, um ihn zu überreden, habe aber nicht damit gerechnet, dass er nach Bogen kommt. Er hatte ja viele Angebote aus der Umgebung. Ich glaube, er hat sich aus verschiedenen Gründen für das Richtige entschieden. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich ihm sicher mal einen ausgeben (lacht).

Siehst du den TSV Bogen nur als Zwischenstation oder möchtest du länger für den Verein spielen?

Florian Schrepel: Ich hoffe und gehe mal davon aus, dass ich schon etwas länger in Bogen bleibe. Ich fühle mich sehr wohl hier und kann mich mit den Zielen des Vereins identifzieren.
Das Gespräch führte: Helmut Weigerstorfer


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